Umweltschutz

Neue Gassibeutel sind kompostierbar

Günther Weblus (v. links), Vorsitzender des Liegenschaftsausschusses, Bürgervorsteher Lutz Helmrich, Linda Grage von rePAQ GARDEN und Bürgermeister Dirk Petersen zeigen die neuen roten Gassibeutel.

Günther Weblus (v. links), Vorsitzender des Liegenschaftsausschusses, Bürgervorsteher Lutz Helmrich, Linda Grage von rePAQ GARDEN und Bürgermeister Dirk Petersen zeigen die neuen roten Gassibeutel.

Foto: Gemeinde Wentorf

Umweltschutz: Diese roten Tüten für Hundekot aus Wentorf gehören auf den Kompost oder in die Biotonne – Denn sie werden zersetzt.

Wentorf. Sie sind rot, bedruckt mit dem Wentorfer Gemeindewappen, für Hundebesitzer kostenlos und vor allem: kompostierbar. Von sofort an werden die Rollen mit den neuen Gassibeuteln an der Information des Rathauses (Hauptstraße 16) an die Wentorfer Hundehalter abgegeben – eine Rolle mit 250 Tüten pro Hunde-Haushalt.

Etwa 600 Hunde sind in der Gemeinde gemeldet. Für sie hatte der Liegenschaftsausschuss beschlossen, Hundekotbeutel kostenfrei auszugeben. Die Politiker baten die Gemeindeverwaltung allerdings, nur nachhaltige und kompostierbare Beutel anzuschaffen. Damit beauftragte die Gemeinde den Anbieter Superseven aus Börnsen, der die nachhaltige Beschaffenheit des Materials per Zertifikat nachweist.

Rote Plastiktüten nicht in die Landschaft werfen

„Wichtig ist uns aber, dass die Hundehalter die benutzten Büdel auf dem Kompost oder in der Bio-Tonne entsorgen“, sagt Bürgermeister Dirk Petersen. Keineswegs gehörten die leuchtend roten Plastiktüten in die Landschaft – auch wenn die leeren Beutel dort nach etwa 42 Tagen zersetzt werden würden, wäre dies kein erhebender Anblick. Auch in den öffentlichen Abfalleimern hätten die knallroten Beutel nichts verloren: Denn dies würde schnell zu einer Schweinerei für alle Mitarbeiter, die diese Behälter entleeren müssen.

„Eine Superidee“ seien die umweltfreundlichen Tüten, sagte die Wentorfer Hundehalterin Antje Schneider. „Allerdings ist sie wohl noch nicht ganz ausgereift. Denn ich fürchte, kaum jemand wird mit dem vollen Beutel spazierenfahren, wenn er oder sie mit dem Auto unterwegs ist. Da wäre es nur konsequent, an den kritischen Punkten, etwa am Eingang der Lohe, öffentliche Bio-Tonnen aufzustellen, um sie gleich korrekt entsorgen zu können.“

Beutel bestehen zu 90 Prozent aus Cellulose

Die kleinen Tüten der Marke Repaq bestehen zu 90 Prozent aus Cellulose, zu fünf Prozent aus Wasser, zu vier Prozent aus Glyzerin und zu einem Prozent aus Bindemitteln. Der Hersteller Superseven liefert auch andere umweltfreundliche Kunststoffverpackungen.

7000 Euro hat die Gemeinde in die ersten 650 Rollen mit je 250 Beuteln investiert . „Wir gehen aber davon aus, dass wir bald neue bestellen müssen“, sagt Dirk Petersen – zumal die Lieferzeiten recht lang sind. Der Beschluss im Liegenschaftsausschuss ist im März 2019 gefallen.