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Unverpacktes im Bioladen Wentorf

Florian Giese vom Unverpacktladen Onkel Emma füllt drei Regale in Claudia Schachts Mein Bioladen.

Florian Giese vom Unverpacktladen Onkel Emma füllt drei Regale in Claudia Schachts Mein Bioladen.

Foto: Ann-Kathrin Schweers / BGZ

Das Bergedorfer Geschäft Onkel Emma mietet Regale im Wentorfer Reformhaus an: Ab Sonnabend, 2. November, gibt es hier unverpackte Lebensmittel.

Wentorf. Über mangelnde Kundschaft im Unverpacktladen Onkel Emma in Bergedorf (Reetwerder 8) kann Geschäftsführer Florian Giese sich nicht beschweren. „Ganz im Gegenteil: Es läuft gut“, sagt er zufrieden. Nach nur einem halben Jahr streckte er bereits im Sommer die Fühler in der Nachbarschaft aus. „Haben die Wentorfer Lust auf einen Unverpacktladen?“, fragte er im sozialen Netzwerk Facebook und kam prompt mit Claudia Schacht von Mein Bioladen an der Hauptstraße 4 zusammen. Hier gibt es von Sonnabend an verschiedene trockene Lebensmittel ohne Verpackungsmüll zu kaufen.

Nachdem die Idee ausgereift war, räumte Claudia Schacht, die den Bioladen im Oktober 2018 übernahm, im 140 Quadratmeter großen Laden um: „Alles ist nun etwas kompakter gestellt. Unser Sortiment hat sich dadurch aber nicht verkleinert.“

Pasta, Reis, Nüsse, Trockenfrüchte und Süßwaren

Vielmehr noch schaffte das Umräumen Platz für drei große Holzregale am Eingang. Zurzeit lässt sich nur erahnen, womit die Fächer am Sonnabend gefüllt sein werden: Pasta, Reis, Nüsse, Trockenfrüchte, Süßwaren und vieles mehr in Bio-Qualität und teils auch fairtrade. Kunden bringen dann einfach Dosen und Gläser von zu Hause mit und füllen sie auf – wie früher im Tante-Emma-Laden. Sie müssen dafür nur vorab das Leergewicht ihres Behälters abwiegen, das ganz einfach an der Kasse vom Füllgewicht abgezogen wird. Die Kilopreise entsprächen ungefähr denen gleicher Produkte in Bioläden, so Giese. „Mit Discounter-Preisen ist es natürlich nicht vergleichbar.“

Das sogenannte Shop-in-Shop-System sei eine wahre Bereicherung für beide Seiten, findet Claudia Schacht. Ihre Kunden seien ohnehin sehr interessiert an umweltschonender Verpackung und Nachhaltigkeit. „Den Leuten geht Plastik einfach auf die Nerven“, sagt Florian Giese. Und im Gegensatz zum Einrichten eines zweiten Ladengeschäftes hatte er nur vergleichsweise kleine Kosten von 4000 Euro. „Wir haben kurz überlegt, einen zweiten Laden am Casinopark zu eröffnen“, sagt Giese. „Aber zwei Geschäfte innerhalb von nur einem Jahr, das wäre zu viel gewesen.“

7 Prozent Rabatt auf den Einkauf

Da Mein Bioladen neben der Einweihung der Unverpacktsparte am Sonnabend, 2. November, auch Siebenjähriges feiert, gibt es für alle Kunden 7 Prozent Rabatt auf ihren Einkauf. Von 9 bis 14 Uhr ist das Reformhaus am Sonnabend geöffnet. Montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr. Auch Mitarbeiter von Onkel Emma sind in den ersten Tagen ab Eröffnung am Sonnabend anwesend und stehen für Fragen bereit.