Ausstellung im Schloss Reinbek

Der Novemberzauber wird zur Schlosspartie

Anke Conradi (li.) und Susann Pötter stellen die Verkaufsausstellung im Schloss Reinbek vor.

Anke Conradi (li.) und Susann Pötter stellen die Verkaufsausstellung im Schloss Reinbek vor.

Foto: Ann-Kathrin Schweers / BGZ

Nach dem Aus für den Novemberzauber startet das Schloss mit einer neuen Ausstellung: Der Schlosspartie am 9. und 10. November.

Reinbek. 20 Jahre lang lockte der Novemberzauber ins Reinbeker Schloss. Besucher stöberten zwischen Kunst, Schmuck, Mode und Dekoration in der einmaligen Atmosphäre des Renaissancegebäudes. Im vergangenen Jahr musste das Event ausfallen, Kosten und Besucherzahlen standen in keinem Verhältnis mehr. Anke Conradi und Susann Pötter vom Schloss Reinbek blieben jedoch nicht untätig und arbeiteten ein neues Konzept aus. Am 9. und 10. November öffnen sie die Türen für die erste Schlosspartie.

Das Motto: „Schauen. Stöbern. Inspirieren. Kaufen“. Gut 50 Aussteller präsentieren sich dann jeweils von 11 bis 17 Uhr. „Wir haben viel Zeit damit verbracht, selber Märkte und Messen zu besuchen und zu schauen, wer zu unserem Haus passt“, verrät Conradi. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Pötter übernahm sie die Organisation der Ausstellung.

Selbst angefertigt und hochwertig

Das Interesse der Aussteller war groß, alle Plätze sind restlos belegt. Aus acht Bundesländern kommen sie nach Reinbek gereist und präsentieren einen bunten Mix. „Vieles ist selbst angefertigt und recht hochwertig“, sagt Conradi. Von handgefertigtem Schmuck, Kosmetik, Stiften und Brillengestellen bis hin zu Porzellan, Illustrationen und Kleinmöbeln für Haus, Terrasse und Garten ist so manches Schmuckstück dabei.

Aus der Region sind unter anderem die Reinbeker Modedesigner Sew Ellen und S. Melmer Design vertreten, die tolle Stücke für die Garderobe von Frauen und Kindern mitbringen. Am Stand von AfricanSista, ein Geschäft am Reinbeker Schmiedesberg, werden verspielte Wohnaccessoires angeboten. Wentorfer Händler stellen Schmuck, Kunst und Möbel aus. Auf Plattdeutsch bestickte Textilien aus den Vier- und Marschlanden sind auch dabei.

„Manchmal muss man einfach neu beginnen“

Es gibt nicht nur einiges zu sehen, auch die Geschmacksknospen werden hier und da angeregt: Im Innenhof gart Fisch und Hamburgerfleisch im Smoker, der bereits auf der Hochzeitsmesse überzeugte. Selbstgemachte Marmeladen sowie Gin, Liköre und Geiste werden zum Verköstigen angeboten. Bier und Wein wird im Innenhof ausgeschenkt, im Schloss stehen Kaffee und Kuchen bereit.

„Wir sind total zufrieden“, sagt Anke Conradi. „Manchmal muss man einfach neu beginnen.“ Das Kapitel Novemberzauber ist somit wohl abgeschlossen. Jahrelang arbeitete das Schloss mit Ehepaar Edgar und Marion von Hobe zusammen, zuletzt mit deren Sohn und Schwiegertochter Nicolaus und Julia von Hobe. Die Aufgabe des Novemberzaubers habe nicht an einem Zerwürfnis zwischen den Organisatoren gelegen. Vielmehr hätten die knapp 2000 Besucher nicht gereicht, um die Veranstaltung zu tragen, wie bereits 2018 berichtet. „Und auch die Nachfragen verändern sich“, sagt Conradi. Wo bis 2017 der Anteil an Antiquitäten noch wesentlich größer war, konzentrierten die Organisatorinnen sich für 2019 auf eine ausgewogenere Mischung, für ein „neues Gesicht“ der Ausstellung.

Der Eintritt kostet 4 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre zahlen nichts.