E-Mobilität

Elektroautos: Immer mehr tanken Strom

Thomas Kanitz, E-Werk-Sachsenwald-Geschäftsführer, zeigt eine E-Zapfsäule des Unternehmens. Der kommunale Energieversorger baut jetzt weitere Säulen. HA

Thomas Kanitz, E-Werk-Sachsenwald-Geschäftsführer, zeigt eine E-Zapfsäule des Unternehmens. Der kommunale Energieversorger baut jetzt weitere Säulen. HA

Foto: HA

e-werk Sachsenwald plant sechs neue Ladesäulen – nicht nur für eigene Kunden.

Reinbek.  85 Ladeorte für Elektroautos waren gestern online auf der Karte von Ladenetz.de im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung zu entdecken. 19 mit jeweils zwei Ladepunkten werden vom E-Werk Sachsenwald betrieben, bisher sind es sechs in Reinbek, drei in Wentorf, zwei in Glinde, vier in Oststeinbek, jeweils eine in Wohltorf und Aumühle sowie zwei in Barsbüttel. Bald sollen in der Stadt Reinbek zwei hinzukommen: Vorgesehen sind jeweils zwei Plätze samt einer Ladesäule an der Ecke Parkallee/Sophienstraße sowie an der Ecke Auf dem großen Ruhm/Kampstraße. Dies gab das Bauamt jetzt bekannt.

In Reinbek ist die Vergabe an die Betreiber über Sondernutzungsrechte geregelt. Bisher werden dafür noch keine Gebühren erhoben. Bauamtsleiter Sven Noetzel sagt: „Damit ist zurzeit noch kein Geld zu verdienen. Es geht darum, einen Anreiz dafür zu schaffen, auf die E-Mobilität umzusteigen.“

Plätze für E-Autos und Ladestationen bevorzugt

Denn die Stadt Reinbek hat sich durch ihr Integriertes Klimaschutzkonzept so positioniert, dass die Kommune die CO2-Minderung des motorisierten Individualverkehrs vorantreibt, indem Parkplätze für E-Autos und die Ladestationen bevorzugt werden.

In den vergangenen Jahren sind die Ladestationen bevorzugt im privaten Raum aufgestellt worden. Nun soll künftig vermehrt die Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum verbessert werden. Aktuell gibt es diese nur vor dem Rathaus und auf der Stellplatzanlage des Freizeitbades.

Reinbek hat ein Auge auf die Preise

Bislang müsse Reinbek jemanden finden, der die Säulen aufstellt. Als Partner für diese privatwirtschaftlichen Investitionen ohne finanzielle Beteiligung der Stadt steht das E-Werk Sachsenwald zur Verfügung. „Beim E-Werk wissen wir, dass es vernünftig geplant wird, und da wir selbst Miteigentümer sind, haben wir auch ein Auge auf die Preise“, sagt Sven Noetzel. Bürgermeister Björn Warmer berichtet allerdings, dass die Zahl der Elektro-Autos stark ansteigt. Das E-Werk Sachsenwald habe dafür einen Extratarif eingerichtet.

Fünfmal so viel Strom wie in 2018 getankt

Doch nicht nur die eigenen Kunden können mit der Ladekarte an allen Säulen im Ladenetzverbund der Stadtwerke und deren Roaming-Partnern tanken, bestätigt Barbara Balster, Geschäftsführerin des E-Werks Sachsenwald. „Der Grundpreis liegt bei 2 Euro im Monat und 29,75 Cent brutto für jede geladene Kilowattstunde Naturstrom.“ Ohne Ladekarte können Autofahrer ihr Elektrofahrzeug dort mittels QR-Code tanken und mit Paypal bezahlen. Auch Barbara Balster bekräftigt, dass sich die Zahl der Ladevorgänge deutlich erhöht. „Sie hat sich seit 2018 verdreifacht und die abgenommene Strommenge hat sich verfünffacht.“ Auch in Wentorf, Glinde und Barsbüttel plant das E-Werk jeweils neue Säulen.