Mathe-Wettbewerb

Reinbekerin Saskia holt Pokal nach Deutschland

Saskia Krantz hat mit ihrem Team den Mathe-Pokal errungen.

Saskia Krantz hat mit ihrem Team den Mathe-Pokal errungen.

Foto: dörte hoffmann / Dörte Hoffmann

Reinbek. Saskia holte den Pokal vom Känguru-Dreiländerwettbewerb nach Reinbek. Auch den deutschlandweiten Wettbewerb absolvierte sie fehlerfrei.

Reinbek. Für den einen sind Zahlen wie böhmische Dörfer – sie können nichts damit anfangen. Andere rechnen für ihr Leben gern und können gar nicht genug von der Mathematik bekommen. Saskia Krantz (14) gehört eindeutig zu letzteren. Jetzt zählt die Sachsenwaldschülerin sogar zu den Siegern des mathematischen Känguru-Dreiländerwettbewerbs und brachte den Wanderpokal nach Reinbek.

„Mathe hat mir immer Spaß gemacht“, erzählt Saskia stolz und zeigt den glänzenden Pokal. Bereits seit Klasse drei war sie immer dabei, wenn erst die Grundschule in Neuschönningstedt und später das Gymnasium Reinbek am Wettbewerb teilnahm.

Alle Aufgaben ohne Fehler gelöst

Im März löste sie in 75 Minuten 30 Mathematikaufgaben verschiedener Schwierigkeitsgrade – fehlerfrei. Daraufhin wurde sie für eine Teilnahme beim Dreiländer-Wettbewerb „Datch“ in Quarten in der Schweiz ausgewählt – und setzte sich in einem deutschen Team aus vier Mädchen und zwei Jungen gegen Konkurrenz aus der Schweizer und Österreicher durch.

Während die eidgenössischen Schüler je zur Hälfte Mädchen und Jungen ins Rennen schickten, traten die Österreicher nur mit Buben an. „Die haben sich ganz schön geärgert“, schmunzelt Saskia noch im Nachhinein. Später möchte sie unbedingt irgendwas mit Zahlen machen. „Aber auch Sprachen bringen mir Spaß.“

Notendurchschnitt von 1,1

Klassenlehrer Fritz Knabe kann sowieso nicht klagen: „Saskia ist eine sehr, sehr gute Schülerin.“ Das jüngste Zeugnis ergab einen Notendurchschnitt von 1,1. Dabei ist die mittlere von drei Kindern ein ganz normales junges Mädchen geblieben, das sich gern mit Freundinnen trifft, in der Zirkus-AG der Schule mitmacht, bei der Laufgemeinschaft Ohe aktiv ist und zudem auch noch am Klavier eine gute Figur macht.

Der gemeinnützige Verein „Känguru“ mit Sitz an der Humboldt-Universität Berlin wurde 1995 aktiv, um Schülern Freude an Mathe zu vermitteln. Waren es zu Beginn drei Schulen und 184 Kinder, die teilnahmen, sind es heute an die 12.000 Schulen und knapp eine Million Teilnehmer.