Feuer am Birkenweg 28

Nachbarn reagieren schnell und verhindern Schlimmeres

Die Flammen ragen in der Nacht zu Freitag hoch in den Nachthimmel. Der Großeinsatz von drei Feuerwehren, Rettungsdienst, Polizei und Kripo hält auch die Nachbarschaft wach.

Die Flammen ragen in der Nacht zu Freitag hoch in den Nachthimmel. Der Großeinsatz von drei Feuerwehren, Rettungsdienst, Polizei und Kripo hält auch die Nachbarschaft wach.

Foto: christoph leimig / BGZ

Reinbek. Ein Feuer in Neuschönningstedt machte die Wohnung von fünf jungen Handwerkern unbewohnbar. Niemand wurde verletzt.

Reinbek. Zum Glück waren Anatol und Monika Egbuna noch auf den Beinen, andere Nachbarn schliefen bereits. „Wir wollten gerade ins Bett gehen, als wir eine Art Grillgeruch wahrgenommen haben und dachten, wer grillt denn um diese Uhrzeit?“, sagt Anatol Egbuna. Doch der Geruch wurde immer penetranter. Ein Blick von der Dachterrasse der Egbunas zeigte: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ragten Flammen auf dem Carport des benachbarten Grundstückes am Birkenweg 28 gegen 0.20 Uhr bereits einen Meter in die Höhe. Laut Information der Nachbarn soll das Wohnhaus demnächst abgerissen werden.

Anatol Egbuna zögerte nicht lang. Er weckte Nachbarn – fünf junge Handwerker – durch lautes Klopfen und Rufe. In Schlafbekleidung eilten sie heraus und fuhren den VW Kombi von der Auffahrt, um eine Explosion zu verhindern. Unterdessen alarmierte Monika Egbuna die Feuerwehr.

Einsatz der Nachbarn begeistert

Silke Puls, die mit ihrem Mann im Haus gegenüber am Birkenweg lebt, ist begeistert vom Einsatz der Egbunas: „Anatol hatte alles super im Griff und hat auch die Nachbarn geweckt und zusammengetrommelt. Es hätte noch viel schlimmer ausgehen können.“

Als erste am Einsatzort waren Polizei und Rettungswagen. Verletzt wurde niemand. Als die Feuerwehren Reinbek, Schönningstedt und Ohe eintrafen, waren die Flammen bereits auf eine der drei Wohnungen des Mehrparteienhauses übergegriffen. Diese ist nun unbewohnbar.

Gute Arbeit der Feuerwehr

Die Freiwilligen Feuerwehren löschten mit Wasser und Schaum von mehreren Seiten. Das Flachdach musste mit einer Kettensäge sowie mit Brechstangen geöffnet werden, um Brandnester ablöschen zu können. „Die Feuerwehr kontrollierte auch bei uns mit Wärmebildkameras, sie haben gute Arbeit geleistet“, sagt Monika Egbuna. Sie ist glücklich, dass das Feuer ihr Grundstück nicht erreicht hat. Denn in Anatol Egbunas Motorradwerkstatt „Custom Metal“ hätten die Flammen neue Nahrung gefunden, sich schnell ausbreiten können.

Im Brandhaus wohnt nach Information der Nachbarn neben den fünf Handwerkern, die dort nach einem Eigentümerwechsel seit Anfang des Jahres zur Miete leben, auch ein Paar, das gerade mit dem Auszug beschäftigt ist. „Die dritte Wohnung war von einer Familie mit zwei kleinen Kindern bewohnt. Zum Glück sind sie bereits vor einigen Wochen ausgezogen. Das Haus soll nämlich abgerissen werden“, weiß Silke Puls.

Brandursache unbekannt

Die Straße Birkenweg war für den Einsatz bis etwa 3 Uhr durch die Polizei gesperrt. Die Kripo hat den Brandort übernommen. Sie konnte gestern noch keine Auskunft zur Brandursache geben.