Jubiläum

150 Jahre DRK-Reinbek: unverzichtbare Institution

Klaus-Peter Puls (l.), Vorsitzender des DRK Ortsvereins Reinbek, und Schatzmeister Stefan Behrens.

Klaus-Peter Puls (l.), Vorsitzender des DRK Ortsvereins Reinbek, und Schatzmeister Stefan Behrens.

Foto: Stephanie Rutke

Reinbek. Der älteste eingetragene Verein der Stadt Reinbek wird 150 Jahre alt und feiert zu diesem Anlass mit einem Festakt im Schloss.

Reinbek.  Der DRK-Ortsverein Reinbek bereitet sich auf eine besondere Feier vor: Am
30. November wird das 150-jährige Bestehen mit einem Festakt im Schloss Reinbek gefeiert. „Wir haben mit den Planungen für den Festakt bereits begonnen“, so Vorsitzender Klaus-Peter Puls. Die Gästeliste wird lang: Eingeladen sind die DRK-Mitglieder, befreundete Kreis- und Ortsverbände, Wohlfahrtsverbände, Kommunalpolitiker, Bürgermeister und der Landrat.

Der Ortsverein ist der älteste bestehende Verein der Schloss-Stadt, seine Geschichte begann 1869. Heute ist das DRK für Reinbek eine unverzichtbare Institution, die sich um viele Belange der Bürger kümmert.

„Wir haben in der Stadt die Bereitschaft, das Jugendrotkreuz, den Blutspendedienst, betreiben die Kleiderkammer und halten diverse Angebote für Senioren bereit“, erklärt Puls. Er wurde vor zehn Jahren gefragt, die Leitung des Ortsvereins zu übernehmen, nachdem der vorherige Amtsinhaber Helmut Schomann verstorben war.

Der Ortsverein hat aktuell insgesamt 618 Mitglieder

Puls musste nicht lange nachdenken, sondern hat sofort zugesagt. Der 76-jährige Rechtsanwalt und Notar ist gut vernetzt: Er gehört der Stadtverordnetenversammlung an und war von 1992 bis 2009 Mitglied des schleswig-holsteinischen Landtages. Aktuell hat der Ortsverein 618 Mitglieder, 83 von ihnen arbeiten aktiv mit. Geld verdient hier niemand. Die Arbeit ist ehrenamtlich. Der Lohn sind Dank und Anerkennung und das zählt für die Rotkreuzler viel mehr. „Wir könnten noch deutlich mehr Aktive brauchen, um weitere Angebote zu realisieren“, sagt Schatzmeister Stefan Behrens. Der 62-jährige gehört zu denjenigen unter den Aktiven, die dem Ortsverein seit Jahrzehnten die Treue halten.

Das DRK Reinbek steht auf sieben Säulen: Das sind die Erstversorgung und Betreuung von Opfern bei Rettungseinsätzen, Sanitätsdienste bei öffentlichen Veranstaltungen, die Blutspendetermine, Ausbildungslehrgänge, die stadtteilbezogene Senioren-Sozialarbeit, das Jugendrotkreuz und die Kleiderkammer. „Die einzelnen Bereiche sind über den Vorstand unter-
einander vernetzt“, so Puls.

Mit 20 Euro Beitrag pro Jahr ist man schon dabei

Aktuell wird an der Mitgliederwerbung gearbeitet. „Das ist oft harte Arbeit“, weiß Stefan Behrens. Er würde es gerne sehen, wenn sich vier Prozent der Reinbeker beim DRK engagieren würden. Das wären bei rund 27.000 Einwohnern etwa 1080 Mitglieder. Von der aktuellen Zahl ist das weit entfernt, allerdings wurde die Marke von 1000 Mitgliedern bereits einmal überschritten. „1994 hatte das DRK-Reinbek mehr als 1000 Mitglieder, mehr als 100 von ihnen waren aktiv dabei“, so Behrens. Wer sich in Reinbeks ältestem bestehenden Verein engagieren möchte, zahlt einen Mindestbeitrag von 20 Euro jährlich. „Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt“, sagt Puls.

Nach Zielen für die Zukunft des Vereins gefragt, antwortet der Vorsitzende: „Wir wollen auf dem vorhandenen soliden Fundament weiter arbeiten.“ Sein Kollege Behrens hat ganz konkrete Vorstellungen, was er mit weiteren aktiven Mitgliedern planen möchte. „Wir würden gerne eine Budget-Beratung für Jugendliche anbieten, damit sie gar nicht erst in die Schuldenfalle geraten “, sagt er. Auch eine Hundestaffel könnte Behrens sich für seinen Ortsverein gut vorstellen.

Ein ganz neues Projekt läuft gerade an: „Wir bilden eine Technik-Gruppe aus“, erklärt Behrens. Aktuell sind es drei technikaffine DRK-Mitglieder, die lernen, wie zum Beispiel ein Notstromaggregat, die Beleuchtung oder die Zeltheizung bei Einsätzen schnell in Betrieb genommen werden können.