Saisonstart

Tonteichbad soll 2020 barrierefrei werden

Bernd Wyrwinski, Geschäftsführer des Naturbades Sachsenwaldbad-Tonteich berichtet von den neuen Plänen.

Bernd Wyrwinski, Geschäftsführer des Naturbades Sachsenwaldbad-Tonteich berichtet von den neuen Plänen.

Foto: Susanne Tamm

Reinbek. Nach einer Rekordsaison will der Verein jetzt investieren. Für 2019 in 60 Schließfächer, 2020 soll der Tonteich barrrierefrei werden.

Wohltorf.  Elf Grad Wassertemperatur hat Schwimm-Meister André Pomplun am Donnerstag im Tonteich gemessen. Das wird hartgesottene Stammgäste jedoch nicht davon abhalten, am heutigen Sonnabend ab 7 Uhr in das glitzernd-grüne Nass des Naturbades zu springen. Geöffnet ist dann täglich von 7 bis 20 Uhr, Badeschluss ist um 19.45 Uhr.

Der vergangene Supersommer 2018 bescherte dem vereinsgeführten Naturbad eine Rekordsaison mit 80.000 Besuchern – dieses Ergebnis steht in der Geschichte des Bades an fünfter Stelle (1994 und 1995 gab es mehr als 100.000 Besucher pro Badesaison).

ph-Wert liegt bei 5,8

Bekannt ist das Naturbad für seine Wasserqualität. Eine Pumpe leitet das Wasser über einen Hang mit abgelagertem Glimmerton und sorgt dafür, dass der Säuregehalt steigt. Dies ist nicht nur eine Wohltat für die Haut, es verhindert auch selbst bei großer Hitze und vielen Badenden, dass das Gewässer umkippt. Nach der Winterpause liegt der ph-Wert des Wassers nun bei 5,8.

Geschäftsführer Bernd Wyrwinski freut sich, dass er die entsprechenden Einnahmen von mehr als 120.000 Euro nun wieder in die Anlagen investieren kann. „Seit zehn Jahren führe ich jetzt die Geschäfte des Vereins und seitdem träume ich davon, auch Behinderten den Zugang zu unserem schönen Tonteich zu ermöglichen“, sagt Bernd Wyrwinski. Die Gemeinde Wohltorf will den Verein dabei unterstützen. Doch diese Modernisierung bedarf noch einiger Vorbereitungen.

Sanitäranlagen sollen erneuert werden

„Zuerst brauchen wir die Baugenehmigung“, erklärt Bernd Wyrwinski. Doch der Verein will kein Wohnhaus errichten, sondern lediglich die Umkleiden und die sanitären Anlagen aus dem Eröffnungsjahr 1958 erneuern und modernisieren sowie um die Räume für Badegäste mit Handicap erweitern. Zurzeit gibt es sieben WC und neun Duschen für Damen sowie vier WC und sechs Duschen für Herren. „Wir können uns gar nicht vergrößern“, sagt Bernd Wyrwinski für seinen Verein. Aber auf das Flair der 50er Jahre wolle man gern verzichten.

Auf dem Steg soll noch ein Hebekran installiert werden, damit Badegäste mit Beeinträchtigungen ins kühle Nass gelangen können. Etwas Kopfzerbrechen bereitet dem Vorstand noch der barrierefreie Zugang zum Gewässer. Denn der Uferbereich hat eine Steigung, die es zu bewältigen gilt. Serpentinen würden die Liegewiese zerstören. Aber Bernd Wyrwinski ist zuversichtlich, dass der Verein eine Lösung findet. Er setzt darauf, dass im September mit dem Abriss der alten Sanitärräume begonnen werden kann. Er hofft, dass Mitte April 2020 bereits alles eingeweiht werden kann. Ein sportliches Ziel. „Das schaffen wir“, sagt er optimistisch. Der Umbau sei ein wichtiger Schritt.

60 neue Schließfächer für Handy & Co.

Für diese Saison hat der Vorstand nun zuerst die wenigen Schließfächer auf 60 aufgestockt. „Das ist in Zeiten von Smartphone, Tablet und Laptop dringend nötig“, sagt Geschäftsführer Wyrwinski. Die Nutzung kostet 1 Euro, gegen 2 Euro Pfand gibt es einen Schlüssel an der Hauptkasse.

Die Eintrittspreise bleiben auch 2019 stabil: Erwachsene zahlen für die Tageskarte 3,50, Kinder 2 Euro. Die Saisonkarte ist für 180 Euro zu haben, die für Kinder für 75 Euro. Ab 18 Uhr kostet der Eintritt 2, für Kinder 1 Euro. Den Sommer über wird es an einigen Sonnabenden wieder ein Kulturprogramm mit Impro-Theater, Live-Musik, Feuerwerk und Kinderfest geben, kündigt Bernd Wyrwinski an.