Schloss

Bücherkunst und mehr beim Reinbeker Ostermarkt

Freuen sich auf viele Besucher: Ausstellerin Kerstin Grothe (v.l.) und die Organisatorinnen Renate Köhnemann und Karin Brunier.

Freuen sich auf viele Besucher: Ausstellerin Kerstin Grothe (v.l.) und die Organisatorinnen Renate Köhnemann und Karin Brunier.

Foto: Tim Schreiber

Reinbek. Ende März steht das Reinbeker Schloss ganz im Zeichen des Kunsthandwerks. Auch die Landfrauen sind wieder mit dabei.

Reinbek.  Bei Kerstin Grothe ist jedes Buch ein echtes Einzelstück. Je nachdem, ob es ein Tagebuch, ein Buch für eine Reise oder auch für eine Hochzeit sein soll, gestaltet sie es aus unterschiedlichen Materialien komplett selbst. Dafür benutzt sie Papier in verschiedenen Farben, fügt beispielsweise Fotos oder Landkarten hinzu. Für den Einband nimmt sie – je nach Thema – unterschiedliche Stoffe.

„Wichtig ist dabei, dass im Buch genug Platz bleibt, um auf Reisen zum Beispiel Eintrittskarten hineinzulegen oder später noch Fotos einzukleben“, sagt Grothe. Die ganz persönlichen Bücher wachsen auf diese Art und Weise im Laufe der Zeit mit. Den Einfall zu ihren „Begleiterbüchern“ hatte die gelernte Krankenschwester bei ihrer Arbeit im sozialen Bereich.

Oft hat sie mit Menschen zusammengearbeitet, die ganz individuell für sich Dinge aufschreiben und festhalten wollten. Heute stellt sie die Bücher in jeweils rund drei Stunden nach eigenen Ideen her und verkauft sie. Gern arbeitet sie aber auch nach ganz genauen Wünschen ihrer Kunden.

Handgemachtes von mehr als 50 Ausstellern

Zusammen mit rund 50 weiteren Kunsthandwerkern stellt Grothe am 30. und 31. März auf dem Ostermarkt im Reinbeker Schloss aus. Neben österlicher Deko können sich die Besucher des Markts auf ein ganz unterschiedliches Angebot freuen: von Porzellan und Keramik über Malerei und Scherenschnitte bis hin zu Wollbildern, Skulpturen und Fotos auf Altholz.

„Uns ist wichtig, dass alle Aussteller ihre Sachen selbst gefertigt haben und während des Markts auch ansprechbar sind für die Kunden“, sagt Organisatorin Renate Köhnemann. Ihre Mitstreiterin Karin Brunier ergänzt die Besonderheit ihres Markts, der nicht den Kommerz als Hauptziel verfolgt: „Wir wollen, dass die Leute hier zusammenkommen und miteinander reden.“

Torten von den Landfrauen

Entsprechend handverlesen sind die Aussteller, die sich im Vorfeld schriftlich bewerben müssen. Damit Abwechslung in den gleichermaßen beliebten wie traditionsreichen Markt kommt, sind in diesem Jahr 16 neue Aussteller mit dabei. Keine Neuigkeiten gibt es beim kulinarischen Angebot im Café in der Alten Küche. Dort sorgen die Landfrauen aus Südstormarn, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiern, mit leckeren Torten für Stärkung und spenden ihre Einnahmen an karitative Einrichtungen.

Der Kunsthandwerkermarkt ist Sonnabend von 13 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ins Schloss kostet 3 Euro, Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt. Weil die Parkplätze begrenzt sind, wird gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Achtung: An dem Wochenende wird auch die Zeit umgestellt.