Besucherrekorde

Filmring: Ganz großes Kino im großen Saal

Besucherrekorde beim Filmring Reinbek

Besucherrekorde beim Filmring Reinbek

Foto: dörte hoffmann / Dörte Hoffmann

Ein Geheimtipp ist das Kino im Sachsenwald-Forum nicht mehr. Cineasten müssen rechtzeitig kommen, denn die 500 Plätze sind schnell besetzt.

Reinbek.  Wenn die Parkplätze rund um den Klostermarkt alle besetzt sind, wenn weder an der Bergstraße, der Hamburger Straße noch in den Tiefgaragen ein freies Plätzchen zu bekommen ist, weiß jeder in Reinbek Bescheid: Es ist wieder Kinozeit im Sachsenwald Forum. So auch am Montagabend, als 499 Zuschauer in den Theatersaal strömten, um sich den Film über Astrid Lindgrens Leben anzuschauen. Denn immer am ersten Montag im Monat zeigt der Filmring einen aktuellen Streifen und begeistert seit Jahren die Cineasten vor Ort.

„Seit September sind wir wieder hier“, sagt Thomas Hoeck erfreut. Gemeinsam mit einem Team von acht Leuten organisiert er seit Jahren den beliebten Kinoabend, der zwischenzeitlich in der Nathan-Söderblom-Kirche am Täbyplatz Asyl fand. Inzwischen haben die „Filmringer“ sehr gute Konditionen für ihren alten Standort im Forum aushandeln können.

Einziger Wermutstropfen bei aller Zufriedenheit: „Wir könnten gut noch mehr Unterstützung in unserem Team gebrauchen“, sagt Hoeck. Neben ihm, seiner Frau Birte, seinem Bruder Matthias, dem Ehepaar Marina und Dieter Umlauff aus Schönningstedt und anderen gehört auch Andreas Hasent zu den fleißigen Helfern. Am Montag stand er am Eingang und kontrollierte die Karten. „Ich bin begeisterter Filmfan und erst seit Kurzem dabei“, erzählt er strahlend und auch, dass er schon mal fünf Jahre lang als Filmvorführer gearbeitet hat.

Wer Pech hat, wird wieder nach Hause geschickt

Was den Kinobesuch in Reinbek immer so besonders macht, ist sicher auch die persönliche Begrüßung durch Thomas Hoeck vor Beginn der Vorstellung. „Schön, dass Sie wieder alle da sind“, empfing er auch diesmal die Besucher und rief zudem alle seine Helfer mit auf die Bühne. 500 Personen passen ins Forum, so dass er keinen wieder nach Hause schicken musste – wie noch vor einem Monat bei dem Film „25 KM/h“ mit dem als „Tatortreiniger“ bekannten Bjarne Mädel, der in seiner Jugend selbst einmal zwei Jahre in Reinbek gelebt hatte.

Übrigens beteiligt sich jetzt auch das Hotel Sachsenwald am Programmkino und bietet jeweils themenbezogen ab 18 Uhr ein kleines Gericht an. Passend zum skandinavischen Film standen Köttbullar auf der Speisekarte. Martina Schröder und Regine Wirth stimmten sich schon vorher in der Hotelbar auf den Film ein: „Wir haben beide eine ganz besondere Beziehung zu Schweden“, verrieten sie und freuten sich auf die Bilder aus Lindgrens Heimat. Auch nach der Filmvorführung gingen viele noch in die Hotelbar, um über das Gesehene zu klönen oder über den nächsten zu diskutieren. Am 1. April läuft „Die Frau des Nobelpreisträgers“ mit Glenn Close.