Reinbek.

Die besten Poetry-Slammer machen Halt in Reinbek

Wortkünstler aus ganz Deutschland im Sachsenwald Forum

Reinbek. Ein Blatt Papier mit einem Text, ein Mikrofon und am besten viele Zuschauer: Das sind die einzigen Zutaten, die für einen Poetry-Slam benötigt werden. Die moderne Version des Dichterwettstreits ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Auch in Reinbek, wo der Sachsenwald-Slam zu einer festen Größe im Kulturkalender geworden ist.

Am 16. Februar kommen nun zum zweiten Mal einige der besten Poetry-Slammer Deutschlands zum Best of Sachsenwald-Slam in das Sachsenwald Forum. Neben dem mehrfachen Hamburger Stadtmeister David Friedrich ist auch eine Lokalmatadorin mit dabei: Meral Ziegler, die ihr Abitur an der Sachsenwaldschule gemacht hat und mittlerweile eine sehr erfolgreiche Mitstreiterin im Dichterzirkus ist. Ihre weiteren Kontrahenten kommen aus ganz Deutschland: Kaleb Erdmann aus Leipzig, Tobias Kunze aus Hannover und Florian Wintels aus Paderborn.

„Bei uns ist der Wettstreit aber nur der Rahmen. Es geht nicht in erster Linie darum, wer am Ende gewinnt“, erklärt Sebastian Stille. Der Jurastudent tritt regelmäßig selbst auf, wird den Abend in Reinbek gemeinsam mit Victoria Helene Bergemann moderieren. Jeder der Teilnehmer darf in der ersten Runde einen selbst verfassten Text präsentieren. Eine zufällig ausgewählte Publikumsjury bewertet die Beiträge. Die Slampoeten mit den meisten Punkten kommen ins Finale und dürfen einen weiteren Text lesen.

„Das Schöne am Poetry- Slam ist, dass es nicht nur um Gedichte geht, sondern dass Form und Inhalt sehr vielfältig sind“, sagt Stille. Mittlerweile seien die Events die größten offenen Bühnen. Und längst nicht nur junge Studenten nutzen die Chance, sich und ihre Texte zu präsentieren: „Es gibt manchmal auch Teilnehmer, die über 60 sind“, so Stille. Genauso gemischt ist das Publikum. Zuschauer aller Altersklassen mögen die besondere Atmosphäre und die große Vielfalt der Beiträge.

Während der allererste Sachsenwald-Slam vor drei Jahren noch in der Aula des Sachsenwaldgymnasiums ausgetragen wurde, kamen zum ersten Best-of im vergangenen Jahr mehr als 500 Zuschauer. Und auf die hoffen die Veranstalter nun wieder. Karten gibt es für 12 Euro an der Kulturkasse in der Stadtbibliothek (Hamburger Straße 8), in der Buchhandlung Erdmann, unter www.kultur-reinbek.de oder für 14 Euro an der Abendkasse.