beteiligung beim Vogelzählen

Der kleine Haussperling ist Stormarns häufigster Wintervogel

Reinbek/Ahrensburg. . Der Naturschutzbund (Nabu) zieht eine erste Bilanz zur diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ und hat Ergebnisse für den Kreis Stormarn veröffentlicht. Vom 4. bis zum 6. Januar waren Menschen bundesweit dazu aufgerufen, die Vögel in Gärten und Parks zu zählen. Die Teilnehmerzahl in Stormarn ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig, sie sank von 525 auf 472. Anfang des Jahres wurden kreisweit 10.997 Vögel in 323 Gärten gezählt. 2018 waren es noch 12.863 Vögel gewesen. Dennoch ist Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller zufrieden, denn deutschlandweit haben sich laut Nabu mehr als 96.000 Menschen beteiligt – ein neuer Rekord. „So werden unsere Ergebnisse noch aussagekräftiger“, sagt er.

Häufigster Wintervogel 2019 in Stormarn ist der Haussperling mit durchschnittlich 4,87 Exemplaren pro Garten. Knapp dahinter folgt der Feldsperling mit 4,47 Exemplaren, Platz drei erreichte die Kohlmeise mit 4,36 Exemplaren pro Garten. Die Amsel, ein häufiger Gast an den Futterhäuschen, kommt nur noch auf den vierten Platz, im Vorjahr war sie noch der zweithäufigste Wintervogel. Die Häufigkeit der Art ging in diesem Jahr noch einmal um zwölf Prozent zurück, nachdem sie gegenüber 2017 bereits um ein Viertel geschrumpft war. Nabu-Ornithologe Ingo Ludwichkowski sieht den Hauptgrund in der für Amseln tödlichen Usutu-Epidemie, die 2018 erstmals in Deutschland ausbrach. Das südafrikanische Virus wird mutmaßlich von Mücken auf die Vögel übertragen.

Positiv hebt der Nabu hervor, dass in Schleswig-Holstein überdurchschnittlich viele Stare gezählt wurden. Bis morgen können Beobachter unter www.stundederwintervoegel.de Ergebnisse nachmelden.