Otto-von-bismarck-Stiftung

Neues Programm macht Lust auf Geschichte

Aumühle.  Unter dem Motto „Geschichte entdecken!“ bietet das neue Programm der Bismarck-Stiftung Vorträge, Filme und Buchvorstellungen. Das Angebot richtet sich sowohl an Historiker als auch an alle, die sich für Geschichte interessieren. Den Auftakt macht am 17. Januar Prof. Dr. Helmut Loos von der Universität Leipzig mit dem Thema „Felix Mendelssohn Bartholdy als Chronist seiner Zeit“.

Seit 2010 werden im alten Bahnhof in Friedrichsruh Filme zu historischen und politischen Themen gezeigt. Im Schnitt kommen 40 Filmfans zu den Terminen. Zum Auftakt läuft am 20. März um 19 Uhr die Neuverfilmung des Antikriegsromans „Im Wesen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque“. „Die Reihe Bahnhofskino ist inzwischen unser zweites Standbein bei den Abendveranstaltungen“, sagt Prof. Dr. Ulrich Lappenküper, Geschäftsführer der Stiftung. Mit den Lesungen und Buchvorstellungen, die seit diesem Jahr zum Programm gehören, erreichen die Historiker ebenfalls ein wachsendes Publikum. „Wir hatten vier Lesungen in diesem Jahr“, so Lappenküper, zwei in der Stiftung, zwei in der Buchhandlung Erdmann. „Wir suchen immer wieder nach neuen Kooperationspartnern“, erklärt er.

Die Bismarck-Stiftung ist eine von sechs deutschen Politiker-Gedenkstiftungen. Bis vor zwei Jahren erhielten die damals noch fünf Stiftungen jährlich gleiche Zuwendungen. Mit der Gründung der Helmut-Schmidt-Stiftung 2017 änderte sich das. Diese erhielt eine Finanzspritze von 2,5 Millionen Euro, genau wie die Brandt- und die Adenauer-Stiftung. Die übrigen drei wurden weiter mit je einer Million Euro unterstützt. „Seitdem kämpfen wir mäßig erfolgreich um Gleichberechtigung“, sagt Lappenküper.

Einen Teilerfolg gibt es ab dem kommenden Jahr: Dann erhalten die drei Stiftungen je 100.000 Euro mehr pro Jahr. Außerdem hat der Haushaltsausschuss für die Bismarck-Stiftung eine weitere Stelle genehmigt. „Wir richten eine Stelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein“, freut sich der Geschäftsführer.