Reinbek.

Sichere Stellplätze für Fahrräder am Bahnhof geplant

finanzierung soll im Bauausschuss freigegeben werden

Reinbek.  Das Geld steht im aktuellen Haushalt bereit. 20.000 Euro sind für den Bau einer Fahrradstation am S-Bahnhof Reinbek vorgesehen, allerdings noch mit einem Sperrvermerk versehen. Der soll im Bau- und Planungsaus­schuss am Dienstag, 20. November, gestrichen und somit der Weg für abschließbare Stellplätze freigegeben werden. Nach einer Empfehlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Reinbek sollen in einem ersten Schritt zwei ­Schließ­anlagen mit jeweils 24 Stellplätzen errichtet werden. Jeweils eine könnte auf beiden Seiten des Bahnhofs, an der Sophienstraße und der Lade­straße, aufgestellt werden.

„Beim ADFC haben sich bereits mehr als 60 Inte­ressenten gemeldet, die diese nutzen würden“, berichtet Sven Noetzel, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt.

Der Zugang zu dem abschließbaren Modul werde für die Nutzer mit einem online generierten Zahlen­code gewährleistet. In die Anlage könnten Schließfächer für Fahr­radhelme und Lade­stellen für Pedelec-Akkus integriert werden. Die Radler können über die Internetseite des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein (Nah.sh) einen Stellplatz buchen. Infos dazu gibt es auf der Internetseite www.nahsh.bike-and-park.de.

Die Bike-and-Ride-Anlage wird von der Firma Kienzler Stadtmobiliar GmbH gebaut und betrieben, mit der die Stadt einen Vertrag abschließt, der Zu­gangs­system, Wartung, Ersatzteile und den Kundensupport regelt. Die Kosten hierfür liegen bei 680 Euro pro Jahr für bis zu 24 Stellplätze und bei 800 Euro pro Jahr für 24 bis 80 Stellplätze. Die mögliche Mietdauer und den Preis legt die jeweilige Gemeinde fest. In der Regel liegt dieser für die Kunden bei 50 bis 70 Euro pro Jahr. „Mit den Einnahmen darf jedoch kein Gewinn erzielt werden“, erläutert Noetzel.

Die einzelnen Module kosten 65.000 Euro. Bei der Planung von zwei Modulen sollten Gesamt­kosten in Höhe von 125.000 Euro veranschlagt werden. Da die Anlagen aus verschiedenen Töpfen gefördert werden, würden sich die bei der Stadt Reinbek verbleibenden Aufwendungen bei 10.000 Euro pro Anlage bewegen, rechnet Bauamtsleiter Noetzel vor.

Die Nachbargemeinden Wohltorf und Aumühle wollen ebenfalls Schließanlagen errichten und streben eine Kooperation mit der Stadt Reinbek an, um ebenfalls in den Genuss der Fördergelder zu kommen.