Reinbek

„Dankbar für neun geschenkte Jahre“

Hirntod Stirbt das Gehirn, stellt auch das Atemzentrum seine Arbeit ein. Die künstliche Beatmung trickst den Körper aus und versorgt ihn mit dem nötigen Sauerstoff. Die Körperfunktionen bleiben so erhalten. Organe werden am Leben erhalten und können einem anderen Menschen das Leben retten.

Warteliste Privatdozent Dr. Markus Meier berichtet aus seiner Reinbeker Dialyse-Praxis: Von unseren 200 Dialysepatienten stehen 25 unter 50-Jährige auf der Warteliste für eine Spenderniere. Bei fünf von ihnen sind Angehörige bereit für eine Lebendspende. Sie werden gerade eingehend untersucht, ob eine Spende für sie vertretbar ist und ob ihre Niere für den Empfänger geeignet ist. Die Wartezeit auf ein Organ beträgt zurzeit abhängig von der Blutgruppe zwischen sieben und elf Jahre. Etwa 80 unserer Patienten leben mit einer Spenderniere und kommen zur monatlichen Kontrolle.

Leben mit einem gespendeten Organ Birgit B. (74) bekam 2010 nach jahrelanger Dialyse eine Niere transplantiert. „Ich hatte vorher Ängste, wie ich mit einem fremden Organ in meinem Körper umgehen könnte. Es gab auch Abstoßungsreaktionen und es war nicht immer einfach. Aber meine Ärzte haben immer gesagt, das könnten sie behandeln und es war so. Ich habe jetzt neun Jahre geschenkt bekommen und bin sehr, sehr dankbar.“

Deutsche Stiftung Organtransplantation Die DSO ist durch das Transplantationsgesetz beauftragt, die postmortale Organspende in Deutschland zu koordinieren. Die DSO bietet zudem ein Info-Telefon zur Organspende unter 0800 – 9040400 an.