Forstarbeiten

Neue Douglasien und Buchen im Vorwerksbusch

Reinbek.  Die Herbststürme hatten im Vorwerksbusch zahlreiche Bäume entwurzelt. Auf einem Bruchteil der 70 Hektar großen Waldfläche fegte der Sturm eine komplette Pappelkolonie um. Jetzt beginnen die Aufforstarbeiten. „Etwa 1100 Festmeter waren dem Windwurf zum Opfer gefallen. Eine erhebliche Menge, die wir über eine große Strecke lagern mussten“, sagt Förster Ole Wolter. Die Holzernte decke gerade Mal die Kosten, da die Pappeln nur für die Palettenindustrie und Faserplatten zu gebrauchen sind.

Nun sollen Buchen nachwachsen. 25 Kilogramm Buchensaat wurden dafür gestern mit einem Spezialfahrzeug in die Humusschicht eingesät. „In der Hoffnung, dass Wildschweine das Gelände nicht durchwühlen, könnte in einigen Jahren ein ökologisch sinnvoller Mischwald entstehen“, so Wolter. In einem weiteren Areal werden 5000 Setzlinge von Douglasien angepflanzt.

An anderer Stelle wird dagegen abgeholzt. Zahlreiche Birken, Fichten und Buchen entlang der K 80 zwischen der Kreuzung Hamburger Straße und dem Waldweg waren dem Förster aufgefallen. Sie waren beschädigt und der Wurzelteller bereits herausgetreten. Hier musste die Säge entlang der Straße aus Verkehrssicherungsgründen angesetzt werden.

Auch Kritik an Fällarbeiten

Dass auch an der Lohbrügger Straße gefällt wird, sorgt bei Bürgern für Ärger. „Hier handele es sich jedoch nicht um einen Knick“, so der Förster. Im Auftrag der Stadt habe er Bäume zurückschneiden lassen, die bereits die Straße überwuchsen. Vor allem bei Besitzern von privaten Gärten, die sich an Fäll- und Schnittverbote für Bäume, Hecken, lebende Zäune, Sträucher und weitere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September halten müssen, gebe es Unverständnis. „Erwerbswirtschaftliche Flächen im Wald und im Gartenbau sind jedoch davon ausgenommen“, hält Wolter Kritikern entgegen.