Reinbek

Déjà-vu an der Bahnhofstraße

Foto-Schatz ermöglicht Bilderreise in die Vergangenheit

Reinbek (kb). Heinrich-Peter Bornhöft (1927-2014) war nicht nur Mitarbeiter des Reinbeker E-Werks. Er war Hobbyfotograf und hielt so ziemlich alles, was in der kleinen Stadt bemerkenswert war, im Bild fest. Seine Tochter Ute Hoffmann hat seine ungezählten Negative gescannt und stellt sie der Bergedorfer Zeitung in loser Folge zum Veröffentlichen zur Verfügung.

Wir schreiben das Jahr 1959 und wäre da nicht das Kopfsteinpflaster, könnte von einem Déjà-vu gesprochen werden. Denn just im vergangenen Jahr wurde die Bahnhofstraße für sich und im Anschluss diese Kreuzung Ecke Sophienstraße saniert.

Hier allerdings geht es darum, überhaupt erstmal eine Kanalisation unter die Straße zu bringen. In schmalen, tiefen Schächten – Holzplanken hielten die Seiten – wurden die Steingut-rohre verlegt. Beeindruckend ist die geradezu zarte Absperrung, die unter dem Umleitungsschild zusammenzubrechen droht. Mehrere Schaufeln und zwei Schubkarren lassen auf ein langwieriges Prozedere schließen.

Doch die Polizei hat alles im Griff, auch die kleinen Jungs, die seinerzeit immer neugierig im Weg stehen.

Noch heute gibt es sowohl das Familienunternehmen Feinkost Rathmann, als auch eine Parfümerie. Damals allerdings war man breiter aufgestellt und deckte den Foto-, Lackier-, Tee-, Spirituosen- und Konfitürenbedarf gleich noch mit ab.

Das Haus rechts daneben steht allerdings schon lange nicht mehr. Dort sind nun Fahrräder, Brillen und Backwaren im Angebot.