Schwesterngarten

Votum bestärkt Investor

Reinbek.  60 Wohnungen auf einem 1,5 Hektar großen Gelände an der Hamburger Straße ist der FDP eine Nummer zu groß. Die Fraktion strebte deshalb die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses für den B-Plan 48 (Schwesterngarten) an. Der von Jari Grünig im Bauausschuss eingebrachte Antrag scheiterte jetzt an den Stimmen von CDU und SPD, die an einer Wohnbebauung festhalten.

Auch der Krankenhausträger – heute der Elisabeth Vinzenz Verbund, früher Katholische Wohltätigkeitsanstalt zur Heiligen Elisabeth – möchte weiterhin auf seinem Grundstück bauen. Die Pläne ruhen seit fünf Jahren und sollen nun überarbeitet werden.

Anwohner, die sich in der „IG Böge“ zusammengeschlossen haben, brachten in der Sitzung erneut ihre Bedenken gegen die Bebauung ein. Inzwischen haben sie Argumentationshilfe von Denkmal- und Naturschützern. Denn die Gelbe Villa und der Park stehen seit Oktober unter Denkmalschutz. Die Nasswiesen im südlichen Teil des Parks sind als Biotop geschützt.

Bauamtsleiter Sven Noetzel schließt Wohnungsbau nicht aus. Für das Biotop könnte eine Ausgleichsfläche gefunden, das Vorhaben an den Denkmalschutz angepasst werden.