Investition

Neue Heizkessel für das Reinbeker Schloss

Foto: oliver schulz / Montage: Ammerschubert

Reinbek. Das Reinbeker Schloss bekommt neue Heizkessel. Für rund 60.000 Euro sollen die alten Kessel gegen zwei effizientere Gas-Brennwertkessel ausgetauscht werden. Im vergangenen Jahr hat das Schloss fast 716.000 Kilowattstunden Heizenergie verbraucht. Damit hätte man hundert 50-Quadratmeter-Wohnungen oder 23 Einfamilienhäuser beheizen können.

Lange Flure, hohe Decken, 152 große Fenster, Holzfußboden oder Steinfließen, imposante offene Treppenhäuser – so präsentiert sich das Reinbeker Schloss hinter ein Meter dicken Mauern. Das, was Tausende Besucher jährlich beeindruckt, hinterlässt auch auf der Energierechnung einen bleibenden Eindruck. 715 859 kWh für 35 000 Euro stellte der Energieanbieter der Verwaltung für 2011 in Rechnung. Mit dem verbrauchten Gas lassen sich locker hundert 50-Quadratmeter-Wohnungen oder 23 Einfamilienhäuser heizen.

113 Heizkörper und eine Fußbodenheizung im Erdgeschoss sorgen dafür, dass sich die Gäste auf 1800 Quadratmetern wohl fühlen. „Auch die Flure werden beheizt“, erklärt Schlossmitarbeiterin Anke Conradi. Das Schlossteam heizt nicht den ganzen Winter über alle Räume, sondern nur punktuell und wenn größere Veranstaltungen anstehen.

Damit Eiszapfen höchstens in den frühen Morgenstunden an, aber nicht im Schloss hängen, muss die Stadt jetzt in eine neue Heizanlage investieren. Die jetzige ist 35 Jahre alt, ein Kessel kann nach einem vollständigen Ausfall nicht mehr repariert werden. „Mit einem Kessel allein können wir das Schloss im Winter nicht heizen“, erklärt Bauamtsleiter Sven Noetzel. Der Zustand des noch funktionieren Kessels sowie der ständige Betrieb unter Volllast lasse einen vollständigen Ausfall der gesamten Heizungsanlage befürchten.

Jetzt sollen für 60 000 Euro beide Kessel gegen zwei neue effizientere Gas-Brennwertkessel ausgetauscht werden. 30 000 Euro davon trägt der Kreis Stormarn. Damit alles reibungslos beheizt werden kann, muss auch der Schornstein des Schlosses erneuert werden.

Frieren mussten auch frühere Generationen im Schloss – erbaut zwischen 1572 und 1576 – nicht. „Das Schloss wurde im wesentlichen von Herzog Adolph I. und seiner Familie als Sommerresidenz genutzt“, erklärt Schlossfreund Adolf Kaufmann. Für kältere Tage standen mit Holz befeuerte KAmine bereit. Jene, die die Besucher heute bewundern können, sind jedoch Nachbauten. Die Originale gibt es nicht mehr.