Kulturchefin

Das Reinbeker Schloss ist nun in Frauen-Hand

Foto: Susanne Holz / Holz

Reinbek. Ab jetzt ist das Schloss in weiblicher Hand. Elke Güldenstein (50) wird die neue Kulturchefin der Stadt. Die Reinbekerin hat sich gegen rund 100 Bewerber aus dem In- und Ausland durchgesetzt . Der langjährige Kulturchef Bernd M. Kraske geht Ende November in den Ruhestand.

"Frau Güldenstein ist seit Jahren hervorragend in der Stadt vernetzt und pflegt intensiv Kontakte nicht nur zur Politik, sondern auch zu Vereinen, Verbänden und Kultureinrichtungen“, sagt Bürgermeister Axel Bärendorf. Er ist überzeugt davon, dass die 50-Jährige die sanfte Umgestaltung und Weiterentwicklung des Reinbeker Kulturbetriebs sehr gut meistern wird.

Elke Güldenstein arbeitet seit 1999 als Journalistin für das Wochenblatt „Der Reinbeker“, hat ihre Tätigkeit nach der Zusage für die neue Aufgabe jetzt jedoch niedergelegt. Die Mutter zweier Söhne (16 und 18 Jahre alt) hat einen Magister (M.A.) in Deutscher Philologie, Mittlerer und Neuerer Geschichte, Romanischer Philologie an der Universität Göttingen erworben. Anschließend hat sie ein Volontariat bei den Lübecker Nachrichten absolviert und dort als Redakteurin gearbeitet. In den vergangenen Jahren studierte sie an der Universität Hamburg Kultur und Bildungsmanagement. 2009 gründete sie den Bundesverband Leseförderung mit.

Vielen Reinbekern ist sie auch als Moderatorin zahlreicher Veranstaltungen beispielsweise der Werte-Reihe St. Ansgar Schönningstedt und der Kamingespräche im Schloss bekannt.

Auf die neue Kulturchefin kommen spannende Zeiten zu. Reinbeks Politik hat sich nach Jahrzehnten von seinem Theater verabschiedet. Der letzte Vorhang fällt Mitte 2013. Der gesamte Kulturbetrieb wird deshalb neu aufgestellt werden müssen. „Es wird aber keine 180-Grad-Wendung geben“, betont Elke Güldenstein. Sie möchte im Schloss zahlreiche bewährte Veranstaltungen fortführen, aber auch Angebote schaffen, die neue Zielgruppen, beispielsweise Familien, erreichen. Das Programm sollte genauso mannigfaltig sein, wie die Interessen der Reinbeker. „Für mich sind die Themen Bildung, Freizeit, Kultur und Soziales eng miteinander verknüpft“, sagt sie. Bleibt das Budget, wie es derzeit ist, hat Elke Güldenstein an die 50 000 Euro zur Verfügung. Ihr Team besteht aus fünf Mitarbeitern. Mit ihnen möchte die 50-Jährige in den kommenden Wochen erste Gespräche führen.

Das Amt wird sie Anfang 2013 von ihrem Vorgänger Bernd M. Kraske übernehmen. „Er hat eine Top-Arbeit abgeliefert“, zieht Axel Bärendorf Bilanz. Nun solle aber einiges anders werden.