Einweihung

Neue Mensa macht Schule schmackhaft

Foto: Susanne Holz / Holz

Reinbek. Zur feierlichen Einweihung der Mensa der Sachsenwaldschule konnten Vertreter aus Politik, Verwaltung, Schule und Elternschaft am Dienstagachmittag testen wie es künftig in der Sachsenwaldschule schmeckt. Die ersten warmen Essen für die Schüler werden dann Mitte Oktober über den Tresen gehen.

Die ersten warmen Essen werden erstmals Mitte Oktober über den Tresen gehen. Doch schon gestern konnten Vertreter aus Politik, Verwaltung, Schule und Elternschaft testen, wie es in der neuen, 212 Quadratmeter großen Mensa der Sachsenwaldschule schmeckt. Anlässlich der feierlichen Einweihung war gestern Nachmittag ein umfangreiches Schnittchenbuffet aufgebaut worden. Zwischen drei warmen Essen können die Schüler dann wählen, wenn das Catering-Unternehmen die Arbeit aufgenommen hat. Für 3,30 Euro können die jungen Kunden zukünftig jeden Tag ein Hauptgericht mit Salat oder Dessert wählen. „Wer mag, kann auch nur eine halbe Portion für zwei Euro ordern“, sagt Lehrer Thorsten Klüver.

Mit der Eröffnung gehen die Zeiten zu Ende, in denen die Schüler ihre Tabletts an auf dem Fußboden sitzenden Schülern vorbeibalancieren oder im Stehen essen mussten. Das Catering-Unternehmen rechnet zunächst mit bis zu 150 Essen pro Tag – doch es können bei 1200 Schülern noch viel mehr werden.

Die ehrenamtlich tätigen Kochmütter, die bislang für die Versorgung gesorgt haben, werden die Kinder und Jugendlichen weiter mit Snacks und Brötchen verköstigen. Auf eigenen Wunsch hatten sie die neue Mensa in professionelle Hände abgegeben.

Ihre Arbeit fand während des kleinen Festaktes große Anerkennung. Hätte man jede ehrenamtliche Stunde bezahlen müssen, wäre man in den vergangenen Jahren locker auf 500.000 Euro gekommen, rechnete Hans-Jürgen Reul, kommissarischer Schulleiter der Sachsenwaldschule vor. Er nannte den Neubau der Schule, der auch sieben Klassenräume beherbergt, munter in der Reihe von Berliner Flughafen und Elbphilharmonie. Allerdings nur, wenn man die Investition im Verhältnis zum Haushalt sehe. 1,5 Millionen Euro sei für Reinbek eine große Investition. Während bei den Großprojekten alles schiefgehe, was schiefgehen könne, sei der Reinbeker Neubau im Zeitplan und Kostenrahmen geblieben.

Der große Dank aller Redner galt der ehemaligen Schulleiterin Renate Stapel. Wie eine Löwin hatte sie seit Jahren für einen Neubau gekämpft und sich auch von politischem Gegenwind nicht aus der Bahn werfen lassen. „Umwerfend“ nannte sie gestern das Gefühl, das erste Mal Gäste in der neuen Mensa empfangen zu können. Bürgermeister Axel Bärendorf betonte, dass das Bauvorhaben auch deshalb so zügig vorangetrieben werden konnte, weil alle an einem Strang gezogen hatten. Sein Lob galt auch Bauamtsleiter Sven Noetzel und Sachgebietsleiterin Susann Jandt-Wahls, die – wie Schulleiter Reul bemerkte – ihre Bauaufsicht im Notfall auch nachts um vier Uhr ausgeübt hatte.

Die Schüler Jakob Fiedler, Nina Römer und Friedrich von Bülow nannten den Mensabau ebenfalls eine Erfolgsgeschichte und sind sicher, dass die neue Mensa für die Schüler ebenso eine Oase im Schulalltag wird, wie die alte anfangs. Die Schnittchen kamen gestern bereits sehr gut an.