Shuttle

Klappe auf, Schulranzen rein

Foto: Stephanie Rutke / Rutke

Aumühle/Kröppelshagen. Die Grundschüler aus Kröppelshagen haben einen eigenen Schulbus. Aus Sicherheitsgründen wurde das Shuttle angeschafft, dass in Zukunft vom Schulhausmeister Karl-Heinz Hagen gefahren wird. An zwei Sammelstellen werden die Schüler dann morgens abgeholt.

Der siebenjährige Collin und seine sechsjährigen Klassenkameraden Christopher, Jan Finn, Philipp und Henry wohnen in Kröppelshagen, gehen aber in Aumühle zur Schule. An ihrem allerersten Schultag staunten sie nicht schlecht, denn die Abc-Schützen wurden von einem eigenen Privatchauffeur abgeholt. Ihr neuer Schulleiter persönlich hat sie zur der Fürstin-Ann-Mari-von-Bismarck-Schule gefahren. „Die Gemeinde hat den Bus für die Schule angeschafft und so das Projekt ermöglicht“, sagt Stefan Platte. Als Busfahrer wurde er inzwischen von Aumühles Schulhausmeister Karl-Heinz Hagen abgelöst. „Ich habe gleich zugestimmt, die Fahrten zu übernehmen“, erzählt der 56-Jährige.

Die Kinder werden morgens an zwei Sammelpunkten in Kröppelshagen abgeholt. So brauchen sie nicht die gefährliche Bundesstraße überqueren. Wenn Busfahrer Hagen vorfährt, heißt es: Rückklappe auf, Ranzen einladen, Klappe zu, einsteigen, anschnallen und los geht’s. In zehn Minuten ist die Schule erreicht.

Gründe für die Wahl der Aumühler Grundschule gibt es für die Eltern viele: Kröppelshagen hat keine eigene Schule, die Eltern orientieren sich oft nach Börnsen oder Wentorf. „Wir haben 2011 unsere Schule im Kröppelshagener Kindergarten vorgestellt“, sagt Stefan Platte. So haben die Eltern die kleine, familiäre Grundschule ihrer Nachbargemeinde erst kennengelernt.

Plattes Ziel ist es, seine Schule über Aumühle hinaus bekanntzumachen, um auch in Zukunft die Zweizügigkeit zu gewährleisten. Die erste Aktion war erfolgreich, der Transport zur Schule ist geklärt. Der Bus bietet Platz für acht Kinder. Zurzeit sitzen die sechs kleinen Fahrgäste in zwei Reihen hinten, der Platz neben dem Fahrer ist frei. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurden acht Kindersitze angeschafft, auf dem Dach blinken zwei orangefarbene Lampen, wenn der Bus hält.

Die Gemeinde Aumühle hat der Bus rund 22?000 Euro gekostet. „Wir wollen den Kleinbus auch nutzen, um unsere Kinder zum Schwimmunterricht zu bringen“, erklärt Platte. Jetzt fehlen nur noch die Logos der Schule und der Gemeinde, damit jeder den Schulbus als solchen auch sofort erkennt.