Rettungsplan

Positive Halbjahresbilanz beim Freizeitbad

Foto: Susanne Holz / Holz

Reinbek. Der Rettungsplan für das Freizeitbad lässt in der aktuellen Halbjahresbilanz erste Erfolge verzeichnen. 2010 stand das Bad noch kurz vor der Schließung, jetzt muss die Stadt schon deutlich weniger Zuschüsse zahlen. Neue Zusatzangebote sollen jetzt noch mehr Kunden anziehen.

Im Freizeitbad Reinbek sorgt Maskottchen Fred im blau-weiß gestreiften Schwimmanzug bei den jungen Besuchern regelmäßig für gute Stimmung. Beim Blick auf die Bilanzen ist derzeit aber auch Badleiter und Geschäftsführer Holger Kehl gut gelaunt. Der Rettungsplan, der seit Anfang 2011 umgesetzt wird, greift.

„Der Zuschuss der Stadt Reinbek liegt im ersten Quartal dieses Jahres bei 2,67 Euro pro Badegast“, bilanziert Kehl. Im vergangenen Jahr lag er bei 3,32 Euro, im Jahr 2010 – dem Jahr, in dem das Bad kurz vor der Schließung stand – bei 4,13 Euro. Bis gestern konnte das Freizeitbad in diesem Jahr bereits 87.581 Besucher verzeichnen. Durchschnittlich rechnet Kehl mit 150.000 bis 180.000 pro Jahr. „An Zahlen wie beispielsweise 2008 werden wir nicht mehr herankommen. Dort waren es genau 210.748 Gäste, da hatten wir aber auch noch durchgehend andere Öffnungszeiten“, erklärt er. Insgesamt belief sich der Zuschuss der Stadt Reinbek im vergangenen Jahr auf 469.539,11 Euro. „Damit sind wir sogar unter der politisch geforderten Zuschussgrenze von 500.000 Euro geblieben“, sagt der Geschäftsführer.

Sollte es 2012 bei einem Zuschussbedarf von 2,67 Euro bleiben, stehe das Freizeitbad beispielsweise im Vergleich mit nordrhein-westfälischen Bädern sehr gut da, so Kehl. Die Stadt Hagen beispielsweise bezuschusse ihre Hallenbäder mit 13,69 Euro pro Besucher und Jahr.

Anstatt jedoch nur in die Ferne zu schielen, möchte das Bad-Team vor Ort punkten und Gäste anziehen. Neben den bewährten Zusatzangeboten wie Wassergymnastik und Candlelight-Schwimmen gibt es jetzt Lesestoff und besondere Aufgüsse im Saunabereich, Miniflyer mit den Öffnungszeiten, die in die Geldbörse passen, Tassen mit dem Aufdruck „Freizeitbad Reinbek“ und einen Briefkasten, in dem Badegäste weitere Wünsche äußern können.

Sparmaßnahmen greifen auch in Bereichen, in denen sie der normale Besucher nicht vermuten würde. Die Unterwasserscheinwerfer werden derzeit so umgerüstet, dass sie nicht mehr mit 450 Watt, sondern 250 arbeiten – eine Verbesserung der Energiekostenbilanz. Neben den Personalkosten der größte Posten, so Kehl. Die Mitarbeiterzahl war im Rahmen der Umstrukturierung von 21 auf 14 reduziert worden.