Freizeitsport

Im Wildenhofeck kann gekickt werden

Foto: Dörte Hoffmann

Reinbek. Lange lag die Kälberwiese im Wildenhofeck brach, Eltern und Kinder hatten immer wieder angeregt, dass hier wieder gekickt werden darf. Jetzt hat der Vorstoß Erfolg: Die Weite wurde mit zwei Aluminiumtoren zum Bolzplatz umgebaut.

Auch Anwohnerin Petra Sommerfeld freut sich: „So kann mein Sohn Jan endlich mit den anderen Nachbarskindern Fußball spielen, ohne jemanden zu stören.“ Vor zwei Wochen schon wurden die zweimal drei Meter großen Aluminiumtore aufgestellt.

Nachdem die Stadt alle offenen Fragen zu Lärmschutz und einer möglichen Belastung des Untergrundes geklärt hatte, konnte grünes Licht gegebenen werden, um auf der ehemaligen Deponie, die im Volksmund Kälberweide genannt wird, einen Bolzplatz anzulegen. 16.000 Euro hat Reinbek dafür ausgegeben. Auf einer Fläche von knapp 3000 Quadratmetern wurde die Erde abgetragen und neuer Rasen gesät. Den überschüssigen Boden schüttete man zu einem Wall auf, der den Platz gegen Lärm der K 80 abschirmt und auch ein bisschen als "Tribüne“ dient.

„Wir haben uns in Eigeninitiative mit dafür eingesetzt, dass hier ein Bolzplatz entsteht“, sagen Claudia und Günter Mösche, die Eltern von Niklas. Schließlich gebe es hier ja sonst nicht viel für die Kinder. Und Petra Sommerfeld, zu deren Familie auch der Parson-Russell-Terrier Kalle gehört, ergänzt ihre Worte: „Mit dem Hund kann man wunderbar ins angrenzende Wäldchen gehen, der muss nicht hier auf der Bolzwiese herumlaufen.“

Für Jan, Niklas, Thore, Daniel und die zahlreichen anderen Kinder ein riesiger Grund zur Freude. Mit Begeisterung stürmten sie über den Platz, versuchten im Tor Bälle zu halten oder aber dort einen Treffer zu landen. „Früher haben wir immer auf das Trafohäuschen geschossen“, berichtet Niklas Mösche. Nun kann der siebenjährige Junge aus dem Wildenhofeck hier seinem großen Idol Mario Götze von der Deutschen Nationalmannschaft nacheifern.

Auch Bürgermeister Axel Bärendorf ist zufrieden. „Man darf nicht immer nur an die Kleinen denken, auch die größeren Kinder brauchen Platz zum Toben.“ Als Kind hätte er das Bolzen auch immer genossen. „Und hier sehe ich, wie schön grün der neue Rasen ist und dass er genutzt wird.“

Der Anstoß war übrigens kurzzeitig gefährdet. Weil das Land die Stadt zum Sparen angemahnt hatte, war das Geld für die Sanierung im Haushalt gesperrt worden. Zwischenzeitlich war der Platz sogar als Standort für eine neue Feuerwache im Gespräch. Doch jetzt sind die Kinder am Ball.