Fertigbau

Sieben Klassen in vier Tagen aufgebaut

Reinbek. Sieben Klassenräume und eine 200 Qadratmeter große Mensa entstehen derzeit am Gymnasium Sachsenwald - im Rekordtempo. Die Schule wird mit Fertigmodulen nach dem Baukastenprinzip erweitert. Die 40 Module werden innerhalb von nur vier Tagen aufgebaut.

Das Bauamt muss sich sputen, um im Rathaus mit der Planung der Außenanlagen für den Anbau am Gymnasium Sachsenwald hinterherzukommen. So schnell schweben die 40 Fertigbaumodule vor der Sporthalle ein. Jeweils zehn Stück werden hier seit Dienstag jeden Tag abgeladen. Morgen Mittag hängt das letzte am Haken des Baukranes und wird nach der Fixierung an Ort und Stelle mit den restlichen „Baukästen“ verschraubt, die Fugen mit Dichtungsgummi geschlossen.

Sieben Klassenräume und eine Mensa (Nutzfläche 200 Quadratmeter) entstehen so im Zeitraffertempo am Gymnasium Sachsenwald. „Wenn die Außenfassaden mit Trespa-Platten in Holzoptik verkleidet sind, erkennen Sie die Module nicht mehr“, sagt Bauamtsleiter Sven Noetzel, der vom rasanten Fortschritt des Neubaus and der Schulstraße begeistert ist. 1,5 Millionen Euro kostet der Anbau. Insgesamt stehen für die Schulerweiterung knapp zwei Millionen Euro im Haushalt zur Verfügung.

Die Module werden in der Werkshalle der Firma Kleusberg in Thüringen vorgefertigt. Alle Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Kabelstränge sind bereits in den Wandverschalungen verlegt. „In nur 30 Minuten sind die Module vor Ort aufgebaut“, sagt Noetzel beeindruckt und fügt hinzu: „Wir haben keinerlei Probleme beim Zeitplan.“ Sobald die Module verbunden und Treppen eingebaut sind, und der Estrich begehbar ist, könne das Richtfest gefeiert werden. Danach beginnt der Innenausbau unter Regie von Kleusberg. „Unserem Wunsch entsprechend werden dafür Subunternehmen aus der Region eingesetzt“, so Noetzel. So zum Beispiel für die Elektrikarbeiten nach neusten Standards. Für die Haustechnik sei auch ein Amok-Alarm geplant, so Noetzel. Brandschutz und Wärmeisolierung entsprechen aktuellen Verordnungen.

Aus je vier Modulen wird dann am Ende ein Klassenraum. Zwei Unterrichtsräume und die Mensa bilden das Erdgeschoss. Im kleineren Obergeschoss entstehen die restlichen fünf Klassenräume. Die tragenden Elemente sind Stahl-Skelettrahmen. Die Trespa-Fassade besteht aus Vollkernplatten mit einer Alu-Unterkonstruktion. Die Fassade sei besonders stabil und wartungsfrei. Auch der Sonnenschutz sei gegen Vandalismus geschützt, da die Rollos innenliegend angebracht werden.