Vandalismus

Aufzug am Bahnhof bis Ende Mai außer Betrieb

Wohltorf. Der nach Vandalismus beschädigte Aufzug am S-Bahnhof Wohltorf wird erst Ende Mai repariert werden. Die Bahn begründete dies mit einem fehlenden Ersatzteil. Seit Februar ist der Fahrstuhl außer Betrieb.

Seit Februar ist der Aufzug am Wohltorfer S-Bahnhof außer Betrieb. Gestern riefen erneut verärgerte Fahrgäste in unserer Redaktion an, um darauf hinzuweisen, dass die Türen immer noch verschlossen sind. Die Deutsche Bahn AG sieht sich außerstande, den Vandalismusschaden schnell zu beheben: „Ich habe meine Kollegin gerade erreicht, als sie auf dem Weg nach Wohltorf war“, bedauert Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst. Sie musste leider ein neues Hinweisschild am Aufzug anbringen: „Bis Ende Mai außer Betrieb“, ist darauf jetzt zu lesen.

Fahrgäste werden wie berichtet bereits seit Mitte Februar immer wieder mit neuen Fristen vertröstet. Erst sollte der Aufzug Ende März wieder in Betrieb sein, dann Ende April und jetzt verzögert sich die Reparatur erneut. „Das macht uns auch nicht glücklich“, sagt Brunkhorst. Aber das Ersatzteil sei eben nicht von der Stange zu bekommen. Die Lieferzeit wurde mit zehn Wochen angegeben.

Brunkhorst bedauert diesen Mangel, durch den viele Fahrgäste Probleme bekommen, den Bahnsteig zu erreichen. „Aber in diesem Fall war eine Horde Wilder zugange“, hatte sie bereits am 12. März den Vandalismusschaden gegenüber unserer Zeitung begründet. Kameras, die auf dem Bahnhof installiert sind, dokumentierten das sinnlose Treiben einer Gruppe, die im Februar im Aufzug ihr Unwesen trieb. „Sie sind darin solange herumgehüpft, bis sich dieser aus der Aufhängung gelöst hat“, beschreibt sie die Ursache des Schadens. Die Verankerung des Fahrkorbes ist defekt. Der Fahrstuhl kann nicht mehr bedient werden. Der Schaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.

„Kleinere Reparaturen können in der Regel innerhalb eines Tages behoben werden", so Brunkhorst. In diesem Fall müsse das Ersatzteil allerdings extra angefertigt werden. Die Bahn rechnet damit, dass sich die Schäden im Bundesgebiet auf etwa 50 Millionen Euro pro Jahr belaufen . Sie gehen letztlich zu Lasten des Steuerzahlers. Denn Eigentümer der Bahn ist der Bund“, so Brunkhorst.