Schwarzenbek.

LMT holt Entwicklung nach Schwarzenbek

Wirtschaft Maschinenbauer stärkt Standort mit wichtiger Abteilung

Schwarzenbek..  Von der Krise im Jahr 2008 ist in der LMT Group an der Grabauer Straße in Schwarzenbek nichts mehr zu erkennen. Seitdem geht es bei dem Global-Player, der Weltmarktführer im Bereich der Tablettiermaschinen ist, nur noch steil bergauf. Lediglich die Werkzeugsparte schwächelte in den vergangenen Jahren. Gute Nachricht für Schwarzenbek: Der Standort wird weiter gestärkt. Das für die Entwicklung neuer Maschinen und damit für den weiteren Erfolg der Unternehmensgruppe so wichtige Kompetenzzentrum wird auf die Standorte Schwarzenbek und Lahr konzentriert.

Der bislang dritte deutsche Standort des Mittelständlers mit weltweit 2300 Beschäftigten im baden-württembergischen Oberkochen wird aufgelöst. Das ist bitter für die Süddeutschen – Oberkochen ist der Wohnsitz der Inhaberfamilie Bengel und Sitz der LMT-Holding – aber es ist zugleich gut für die Europastadt. Mit dieser unternehmerischen Entscheidung wird Schwarzenbek weiter gestärkt und es ist zugleich ein weiteres Bekenntnis des Unternehmens zum Standort.

Mit 1200 Beschäftigten ist LMT in Schwarzenbek mit Abstand der größte Arbeitgeber und einer der wichtigsten Gewerbesteuerzahler. Außerdem spielt LMT auch als Ausbildungsbetrieb eine zentrale Rolle für den Standort Europastadt. Momentan werden dort an der Grabauer Straße 83 Azubis ausgebildet – das Spektrum reicht vom Lageristen bis zum Wirtschafts-Ingenieur.

Aktuell ist LMT weiter auf Erfolgskurs: Nach einem Umsatz von 380 Millionen Euro im Jahr 2016 waren es 2017 rund 400 Millionen Euro. Zahlen für 2018 hat der Werkzeug- und Maschinenbauer noch nicht vorgelegt. Für 2020 strebt der Konzern laut Sprecher Olaf J. Müller sogar 560 Millionen Euro Umsatz an. Das hatte der Topmanager schon gegenüber unserer Zeitung angekündigt. 70 Prozent seines Umsatzes macht LMT mittlerweile im Ausland, zum Großteil in Asien.Seite 16

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