Museum erfasst Bodendenkmäler

Plötzlich ein Denkmal auf dem Grundstück

Bergedorf..  Als Briefe vom Archäologischen Museum Hamburg in seinem Briefkasten landeten, konnte sich Landwirt Jan-Hendrik Langeloh aus Reitbrook nicht erklären, warum die Einrichtung aus Harburg ihn kontaktieren sollte. Im Schreiben folgte die Überraschung: Auf seinen Grundstücken am Vorderdeich befinde sich ein geschütztes Bodendenkmal. „Das ist mir neu“, sagt Langeloh.

Damit ist er nicht allein: Insgesamt 12.000 Briefe werden nun vom Archäologischen Museum verschickt. Davon gehen 1282 in den Bezirk Bergedorf. 618 Bodendenkmäler haben die Experten in Boberg, Lohbrügge, Bergedorf und dem Landgebiet erfasst, die sich teilweise über mehrere Flurstücke erstrecken. 2500 Denkmäler sind es in ganz Hamburg.

„Mit dem Schreiben kommen wir dem geänderten Hamburger Denkmalschutzgesetz vom 1. Mai 2013 nach. Dieses sieht ein nachrichtliches Verfahren vor, bei dem Eigentümer eines Bodendenkmals schriftlich über dessen Existenz und die damit verbundenen Rechte und Pflichten aufgeklärt werden“, erklärt Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss. Seite 12

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