Versorgungsausgleich

Senioren müssen nicht immer für tote Ex-Partner zahlen

Geesthacht.  Bei geschiedenen Eheleuten sorgt in Rente und Pension der Versorgungsausgleich dafür, dass der Partner mit der geringeren Rente unterstützt wird. Doch was passiert, wenn der Empfänger verstirbt? Vielen Betroffenen, die vor 2009 rechtskräftig geschieden wurden, wird trotzdem weiterhin der Ausgleich abgezogen. Das Geld bleibt damit oft beim Staat.

Wir berichteten Mittwoch über einen Fall aus Geesthacht, bei dem ein Mann (82) seit zwei Jahren zahlt, obwohl die Ex-Frau verstorben ist. Das muss nicht so sein, betont ein Rentenberater aus Pforzheim. Er habe bereits mehr als 30 Fälle erfolgreich in erster und zweiter Instanz vor Gericht vertreten, bei denen der Versorgungsausgleich nachträglich gestrichen worden sei.

Ein anderer Berater aus Bonn berichtet von gut 20 solcher Fälle. Bundesweit könnten die Zahlen in die Tausende gehen. Das Problem: Die Versorgungsträger sind nicht verpflichtet, über den Tod des Empfängers zu informieren. S. 17

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