Blechschaden

Klassik mit Komik-Note

Klassik und Komik müssen sich nicht ausschließen. Bereits seit drei Jahrzehnten handhabt das auch Blech­schaden so. Und seit Jahren gibt die Combo in der Laeiszhalle ein etwas anderes Neujahrskonzert. „Spaß mit Brass“ macht die mit einem Schlagzeuger verstärkte Truppe von elf Blechbläsern aus sechs Ländern wieder am Sonntag, 13. Januar; sie ist längst eine Art Fremdenlegion der Münchner Philharmoniker.

Das Konzept, Virtuosität und Humor zu verbinden, entstand übrigens per Zufall: 1989 hatte die Band aus Posaunisten, Trompetern, Tubisten und Hornisten für ein Konzert auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin nicht genug Programm. Bob Ross, mit knapp 1,60 Meter der personifizierte Schottenwitz, überbrückte die Pausen mit launigen Ansagen und Gags über Musiker.

Seitdem führt er bei der Zeremonie aus Last Night of the Proms und Wiener Neujahrskonzert das Wort und den Taktstock. Die Musiker sind zu jeder musikalischen Schandtat bereit und liefern fast nebenbei immer wieder neue Kabinettstückchen ab. Das Blechschaden-Repertoire umfasst Klassik und Jazz Elitäres und Populäres.

Blechschaden: „Spaß mit Brass“
So 13.1., 11.00, Laeiszhalle (U Gänsemarkt), Johannes-Brahms-Platz, ­Karten zu 40,- bis 62,- (zzügl. Gebühren) auch in der Hamburger-Abendblatt-Geschäftstelle, Großer Burstah 18–32, T. 30 30 98 98, und noch an der ­Tageskasse

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