Reisebericht – Teil 14:

Bericht 14: Taiwan und Japan

Eine 36 Meter hohe Buddha-Statue
Kaohsiung liegt im Südwesten von Taiwan und nimmt eine strategisch wichtige Handelsposition an den Seewegen zwischen Nordostasien und dem Indischen Ozean ein. Nach der in die Jahre gekommenen Öl- und Schwerindustrie setzt man sich heute zunehmend auf den Ausbau der touristischen Ziele. Vornehmlich Chinesen und Japaner besuchen Taiwan. Deren und unser Ziel ist der Hauptsitz des buddhistischen Ordens "Fo Guang Shan" (Buddhas Berg des Lichtes), das größte buddhistische Kloster Taiwans.

Der Buddhismus ist mit 93% die am mächtigsten ausgebreitete Religion in Taiwan und China. Trotzdem sind solche imposanten Schauplätzen eher selten.

Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir das Zentrum des buddhistischen Ordens. Überragt wird der Tempelkomplex von einer 36 Meter hohen Buddha-Statue. Wir sind überwältigt von dem imposanten Anblick dieser gepflegten Anlage. Die Allee dorthin ist gesäumt von 480 stehenden Buddha-Statuen. Im Inneren des Tempels sind 10.000 Miniatur-Buddhas aufgestellt, deren Spendernamen jeweils auf einem Kupferschild verewigt sind. Der Komplex umfasst das buddhistische Zentrum Taiwans. In der etwas abseits des Touristenstromes gelegenen ruhigeren Klosteranlage studieren hier Gelehrte aus aller Welt die Lehre Buddhas.

Neben dem Nationalen Palastmuseum in Taipeh vermittelt der "Berg des Lichtes" mit seinen zahlreichen religiösen Exponaten aus Jade, Elfenbein und Gold den besten Eindruck der "vieltausendjährigen" chinesischen "Buddha"-Geschichte.

Kurs auf Japan
Ishigaki liegt weit südlich der japanischen Hauptinseln und gehört zu den Okinawa-Inseln. Die Gäste mit der Wasserbüffel-Kutschenfahrt über Land schwärmten über die von Hibiskuspflanzen eingerahmten Steinhäusern mit japantypischen "Pagodendächern". Andere hatten den Strandbesuch bei Koidon gebucht, waren leider mit 20 Grad nicht auf der "Sonnenseite" angekommen und ein wenig entäuscht von der japanischen "Südsee"! Der große Rest der Gäste wollte sich bei einem Stadtbummel vom Japan-Feeling verwöhnen lassen und hatte auf den individuellen Landgang gesetzt! Schade für alle, die heute mit dem Besuch der japanischen Kultur ihre Reise krönend abschließen wollten: Es war Sonntag, alles was interessant hätte sein können, war geschlossen! Und diese südlichste Stadt ist eine reine Hafenstadt mit keinen nennenswerten öffentlichen Attraktionen. Ausgenommen vielleicht die Friedensglocke! Die "World Peace Bell" soll die schrecklichen Kriegsereignisse bei der Schlacht um Okinawa unvergessen machen und der vielen Toten gedenken. Nur lässt der kümmerlich gepflegte Platz bestimmt auch den japanischen Besucher nachdenklich zurück. Insgesamt setzt die Stadtverwaltung wohl mehr auf Handel und Hafen. Zum Arbeiten gut, für Touristik und Besuch eher ungeeignet.

"Schade, da hat Phoenix geschlafen!" meinten mehrere Albatros-Fans, die jetzt auch noch die Koffer packen mussten. Für 360 Passagiere ist in Shanghai Schluss. Ab in die Heimat!

Für uns auch ein schmerzlicher Abschied. Liebgewonnene Tischnachbarn fliegen nach Hause, seit Genua waren zwei von sechs "Tischen" regelmäßig bei den Lach- und Läster-Attacken dabei! Unsere "Lister-Königshafen"-Freunde streichen auch die Segel. In der "BMW"-Garage wird seit Tagen um die "7-Uhr-Fahrrad-Plätze" gerangelt. Einen konnten wir ergattern. Danke, Horst! Kommt gut nach Hause!

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