REISEBERICHT– Teil 3

Die Albatros in der Karibik

Großer Spaß auf Kleinen Antillen! Das Motto für die nächsten Tage. Ja, die frisch gebackenen Seebären schnuppern nach erlebnisreichen Seetagen endlich wieder Land! 

Lustigen Deckspiele, wissenswerte Lektorenseminare und erfrischender Klönschnack versüßten den kurzweiligen Schiffsalltag. So mancher Besuch in den Gesellschaftsräumen trug zum besseren Kennenlernen bei. Schiffstypische Irritationen wurden abgebaut. Die Gäste mit Gold- und Silber-Status, sogenannte Vielfahrer mit eigenem Kapitänsempfang(?!) - wurden von den "Neuen" ja zunächst mißtrauisch beobachtet. "Hummermarmelade zum Frühstück?", gab sich mancher entrüstet. Die entpuppte sich dann - Gott sei Dank - als Matjesstückchen in roter Currysauce! Und die geheimnisvollen Treffen von Gold-Status-Mitgliedern in "ihrer BMW Garage" gleich neben der Sauna? "Ja, hallo! Gehts noch?!" Puuh! - Nichts weiter als schlichte Verabredungen zum gemeinsamen Abspecken!!! BMW heißt übersetzt: Bauch muss weg! BMW-Garage nennen einige Weltreisende das Fitness Studio! Wie soll der ungeübte Neueinsteiger so etwas aber auch wissen? Sechs Seetage und ein Kuhsturm bauten Gemeinsamkeiten auf und trennende Gerüchte ab. Nach vielerlei nutzbaren Schiffsreise-Ratschlägen und wertvollen Tipps zu preiswerten Landausflügen, war die Stimmung prächtig. Einige Gäste bezeichneten die Weltreisewiederholer jetzt liebevoll als "Kugler"! Geld sparen? Da sin`ma`dabei! Also, auf geht's!

Nur noch wenige Seemeilen trennen uns vom Philipsburger Hausstrand auf St. Maarten. Dort geht`s endlich an den karibischen Strand. Wir ankern und tendern direkt vom Schiff ins Bade-Beach-Vergnügen. Welch Glück! Die 5 Km entfernte Pier ist von 3 "Papenburger Plattenbauten" besetzt. "Oasis of the Sea" und 2 andere "Flugzeugträger" müssen ihre 12.000 Passagiere mit dem Shuttle-Service über die Landstraße zu den Stränden karren. Als die ankommen, haben wir schon den ersten Sonnenbrand übercremt und die Einheimischen das Sylvesterfeuerwerk aufgebaut! Wir entkommen nach Maho Beach, dort, wo die Jet-Piloten einen üblen Stresstest beim Landeanflug durchmachen müssen! Tiefstanflug vom Meer. Das Fahrwerk scheint den Straßenzaun umzureißen! Über öffentlichen Strand und Straße sind es knapp 300m bis zum Aufsetzpunkt auf der kurzen Landepiste. Ein Airbus 320 donnert 20m tief über verrückte Zuschauer die am Begrenzungszaun hängen... dann wird aufgesetzt... oder durchgestartet ! Es bleibt einem der Atem stehen! Auch in gebührender Entfernung! Durchatmen und ab zum Feuerwerk aufs Schiff.

Kapitän und Offiziere zählen mit den auf allen Außendecks versammelten Gästen den Countdown für 2014... 3-2-1 !!! Prosit Neujahr! Das klingen der Sektgläser geht unter in einem laut zischenden bunten Raketenschwarm ! Die hell erleuchtete Bucht erstrahlt im flackernden Disco-Licht der zerplatzenden Böller! Unheimlich schön anzusehen! Die Philipsburger lassen's richtig krachen! St.Maarten oder Madeira! Wer kann das toppen?