Entscheidung getroffen

Grünes Licht für Waldkita der Wabe in Lauenburg

Möglicherweise wird es in Lauenburg bald einen Waldkindergarten geben.

Möglicherweise wird es in Lauenburg bald einen Waldkindergarten geben.

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Politiker stimmen nach langer Diskussion für Antrag des Trägervereins, eine Waldkita zu errichten. 16 Plätze sollen entstehen.

Lauenburg. Wird es in Lauenburg einen Waldkindergarten geben? Und wenn ja, wer wird ihn betreiben? Diese Fragen erweisen sich in Lauenburg als Dauerbrenner. Immerhin einen Platz gibt es schon: Vorgesehen ist der Schulwald der Albinus-Gemeinschaftsschule.

Während der Sitzung am Dienstagabend beschäftigte sich der Ausschuss für Bürgerangelegenheiten, Soziales, Jugend und Sport erneut mit diesem Thema. Hintergrund: Vor einem Monat hatte die Politik das geplante Projekt des Vereins Wabe mehrheitlich in die Warteschleife geschickt.

Waldkindergarten wäre dritte Einrichtung der Wabe

Eine der zu diesem Zeitpunkt offenen Fragen: Wie viele Kitaplätze braucht es in Lauenburg eigentlich? Zur Sitzung hatte die Verwaltung in diesem Punkt ihre Hausaufgaben gemacht. Die Prognose zeigt, dass es zwar derzeit in Lauenburg eine Unterversorgung mit Kitaplätzen gibt, mit dem Bau einer weiteren Kita der Versorgungsgrad bis 2025 leicht über dem Bedarf liegt. Hintergrund: Am Glüsinger Weg soll eine neue Kita gebaut werden – ebenfalls durch den Verein Wabe. Dort sollen 180 Plätze entstehen.

Mit der bereits bestehenden Kita am Birnenweg wäre der Waldkindergarten die dritte Einrichtung dieses Trägers in der Stadt. „Wir möchten, dass auch andere Träger gefragt werden, ob sie sich die Einrichtung einer Waldkita vorstellen können“, hatte Martin Scharnweber (SPD) in der Sitzung im August gefordert. Dieser Antrag wurde gegen die Stimmen der CDU angenommen. Das Ergebnis der Gespräche war jedoch kein Bestandteil der neuen Verwaltungsvorlage. Zwar hatte die Ausschussvorsitzende Heide Harris, ebenfalls SPD, bereits vorweggenommen, dass ihre Fraktion für das von der Wabe geplante Projekt stimmen werde, Scharnweber hakte trotzdem nach.

16 weitere Betreuungsplätze sollen entstehen

„Wir haben in der Vergangenheit mit allen Kitaträgern der Stadt mehrmals darüber gesprochen, ob sie Interesse an einem Waldkindergarten haben. Nur die Wabe hatte sich gemeldet“, berichtete der zuständige Amtsleiter Thomas Burmester. Allerdings, so räumte er ein, erneute Gespräche seien nicht geführt worden. Die Anregung der Grünen, nach drei Jahren die anderen Träger nochmals zu befragen, wurde von der CDU als „unfair gegenüber der Wabe “ zurück­gewiesen.

Schließlich stimmte der Ausschuss mit einer Gegenstimme der LWG für das Wabe-Projekt der Waldkita, in der 16 Betreuungsplätze entstehen sollen. Ein Konzept des Trägers hat bisher keiner der Ausschussmitglieder gesehen. Dies soll in der nächsten Sitzung nachgeholt werden.

Verwaltung ermittelt Bedarf an Betriebskita im Industriegebiet

Der Antrag der CDU, im Lauenburger Industriegebiet den Bedarf für einen Betriebskindergarten zu ermitteln, wurde fraktionsübergreifend wohlwollend bewertet. Allerdings: Bisher scheint das Interesse verhalten zu sein. Das jedenfalls ergab sich aus einer ersten Nachfrage der Verwaltung bei den drei großen Industriebetrieben Mewa, Worlée und Smurfit Kappa. „Wir sollten aber auch die kleineren Firmen einbeziehen“, regte Tim Bienwald (CDU) an. Amtsleiter Thomas Burmester nahm dieses Thema als Auftrag an die Verwaltung mit.

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