Förderbescheid

Theater Lauenburg wartet auf den Neustart

Lauenburgs Theaterchef Andreas Püst (vorne) spielt in „Die Insel“ die Hauptrolle des Edward Prendick.

Lauenburgs Theaterchef Andreas Püst (vorne) spielt in „Die Insel“ die Hauptrolle des Edward Prendick.

Foto: L. Scheele

Vermutlich soll es ab September kleine Veranstaltungen geben. Die Zusage für ein Fördergeld in Höhe von 15.000 Euro fehlt noch.

Lauenburg. Nach und nach kehrt in der Heinrich-Osterwold-Halle (Elbstraße 145 a) wieder Leben ein. Der Theaterjugendclub probt seit eineinhalb Monaten wieder fleißig, allerdings finden noch immer keine Aufführungen im gemeinnützigen Theater Lauenburg statt. Der Grund: Die Zusage eines För­dermittelbescheids in Höhe von 15.000 Euro fehlt.

Um wieder Publikum in die 2009 sanierte, ehemalige Turnhalle, die vom Theater als Pächter betrieben wird, holen zu können, hat Theaterchef Andreas Püst ein Hygienekonzept geschrieben. „Das liegt fertig in der Schublade“, sagt er. Allerdings fehlen aktuell noch mehrere Desinfektionsmittelspender, Plexiglasscheiben für das Bistro und Mund-Nasen-Bedeckungen für das Personal. Um die geforderten Corona-Maßnahmen umsetzen zu können, hat Püst einen Förderantrag für das Sofortprogramm „Neustart“ für coronabedingte Investitionen in Kultureinrichtungen gestellt.

Theater Lauenburg wartet auf Zusage des Förderbescheids

„Es sieht sehr gut aus, dass wir das Geld bekommen. Das wurde mir schon mündlich mitgeteilt“,
so der Theaterchef. Allerdings warte er schon seit Mitte Juni auf die schriftliche Zusage. „Wir hängen also in der Luft und warten darauf endlich wieder loslegen zu können“, sagt Püst.

Der Schauspieler und Theaterchef in Personalunion hatte in den vergangenen Monaten die finanziellen Rücklagen genutzt. „So konnten wir uns über Wasser halten. Allerdings ist das Geld nun futsch, deswegen habe ich den Förderantrag für die Umsetzung des Hygiene-Konzepts beantragt.“ Ursprünglich hatten Püst und sein ehrenamtliches Team auf etwas anderes gespart: Die Licht- und Tontechnik sollte modernisiert werden.

Andreas Püst hofft nun, dass das Theater Lauenburg im September endlich wieder mit einem Programm durchstarten kann. Ideen habe er schon: eine Lesung, ein Hörspiel und ein Solostück. „Viele Aufführungen, die nun kommen werden, sollen im weitesten Sinne etwas mit der Pandemie zutun haben“, erklärt der Theaterchef weiter.

Andreas Püst spielt Hauptrolle im Theater Pritzier

Während Püst in Lauenburg noch die Füße stillhalten muss, probt er fleißig für eine neue Hauptrolle im Theaterstück „Die Insel“. Das wird ab dem 15. August in der Theater Kulturkate in Pritzier, etwa 40 Kilometer von Lauenburg entfernt, aufgeführt. Das Freilichttheaterstück ist nach Vorlage des Romans „Die Insel des Dr. Moreau“ von Herbert George Wells entstanden. In dem Stück endet die abenteuerliche Seereise des Umweltaktivisten Edward Prendick (gespielt von Andreas Püst) abrupt inmitten des Südpazifiks, als er mit seinem Forschungsschiff „Lady Vain“ Schiffbruch erleidet. Ärztin Sally Montgomery rettet ihn, beide erreichen eine namenlose Insel, auf der Sallys Arbeitgeber, der exzentrische Biologe Doktor Moreau, einer fragwürdigen Forschung nachgeht: der Erschaffung des perfekten Menschen.

„Besonders gefällt mir, dass das Stück in der Textfassung von Regisseur Scheele den klassischen Literaturstoff geschickt mit aktuellen Themen und zeitlosen Menschheitsfragen verknüpft“, sagt Andreas Püst.

Premiere ist am 15. August im Park des Herren- und Gutshauses Pritzier. Tickets und weitere Infos unter www.kulturkate.de.