Lauenburg

Leiterin der evangelischen Familienbildungsstätte hört auf

Die evangelische Familienbildungsstätte sucht eine neue Leitung. Kerstin Dlugi ist dann nur noch für Schwarzenbek zuständig

Die evangelische Familienbildungsstätte sucht eine neue Leitung. Kerstin Dlugi ist dann nur noch für Schwarzenbek zuständig

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Seit 2018 leitet Kerstin Dlugi die ev. Familienbildungsstätte in Lauenburg. Das neue Programm trägt noch ihre Handschrift.

Lauenburg.  Seit neun Jahren leitet Kerstin Dlugi die Evangelische Familienbildungsstätte in Schwarzenbek. Dort hat sie das Kursusangebot ausgebaut und gibt das Programm in einem übersichtlichen Format heraus. Das Wichtigste: Es gibt eine Homepage, die ständig aktualisiert wird. All das wollte sie auch in Lauenburg einführen, als sie vor zwei Jahren zusätzlich die Leitung der hiesigen Familienbildungsstätte übernommen hatte. Nicht nur hinter diese Vorhaben kann die 56-Jährige aus Bad Oldesloe einen Haken machen. Jetzt verabschiedet sie sich aus Lauenburg. Der Kirchengemeinderat sucht per Stellenanzeige zum 1. November ihre Nachfolge. „Ich wohne einfach zu weit weg, um die Familienbildungsstätte vor Ort so zu präsentieren, wie es nötig wäre“, räumt sie ein.

Fördermittel als dem Sozialfond des Landes machen Kurse bezahlbar

Verstecken muss sich die gelernte Bankkauffrau allerdings nicht mit dem, was sie in Lauenburg auf die Beine gestellt hat. Mittlerweile gibt es nicht nur die Homepage und den Programmflyer, Kerstin Dlugi hat auch immer wieder Fördertöpfe aufgespürt, um die Kurse auch für die Familien erschwinglich zu machen, bei denen das Geld knapp ist. Für dieses Jahr hatte die rührige Chefin der Familienbildungsstätte Geld aus dem Sozialfonds Schleswig-Holsteins beantragt und bewilligt bekommen. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Familienbildungsstätte haben sich die Preise deutlich reduziert. Wer zum Beispiel mit seinem Baby an einem der beliebten Delfi-Angebote (Denken, Entwickeln, Lieben, Fühlen, Individuell) teilnehmen möchte, zahlt für den zehnteiligen Kursus statt 75 nur 45 Euro.

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Zweimal in der Woche treffen sich die Kinder im Alter ab 21 Monate im Spielkreis „Pusteblume“, wo sie spielen, toben, singen und erste Gruppenerfahrungen sammeln. Obwohl weder der Kreis noch die Stadt die Spielgruppe finanziell unterstützen, zahlen die Eltern für dieses Angebot nur 25 Euro im Monat. Auch hier fließen Mittel aus dem Sozialfonds des Landes ein.

Nach der Corona-Pause laufen die Kurse wieder an

Der neue Flyer für das Herbst- und Winterprogramm liegt druckfrisch auf dem Schreibtisch von Kerstin Dlugi. „Wir haben einen Schutz- und Hygieneplan ausgearbeitet und können somit wieder durchstarten“, freut sie sich. Neben den Delfi-Kursen als Herzstück des Programms, gibt es etliche Angebote – nicht nur für junge Familien. Der Kursus „Bodyforming“ richtet sich an Interessierte jeden Alters, die etwas für ihre Fitness, Beweglichkeit und schlanke Linie tun möchten. Außerdem gibt es einen Yoga-Kursus sowie ein Sportangebot für Menschen ab 60 Jahren. Wer eine kreative Ader hat, wird in dem neuen Programm auch fündig: Es gibt einen Nähkursus für Erwachsene, eine Kreativwerkstatt für Kinder und Jugendliche sowie eine Theatergruppe. „Manche Angebote aus der Corona-Zeit werden wir beibehalten und weiterhin als Online-Kurse zu Verfügung stellen“, sagt die Leiterin. Eine Übersicht über das komplette Angebot gibt es auf der Seite www.fbs-lauenburg.de

Bewerbung noch bis 30. August beim Kirchengemeinderat möglich

Wer sich vorstellen kann, in die Fußstapfen von Kerstin Dlugi zu treten, kann sich noch bis zum 30. August auf die Stellenausschreibung bewerben. Die scheidende Leiterin hat für die Bewerber noch einen Tipp parat. „Es ist sicher von Vorteil, in Lauenburg präsent zu sein.“ Die komplette Ausschreibung gibt es auf der Seite www.kirche-ll.de.