Schnakenbek

Bald gibt es kostenloses WLAN im Dorf

Schnakenbeks Kita und das Gemeindehaus sollen einen WLAN-Hotspot im Außen- und Innenbereich bekommen.

Schnakenbeks Kita und das Gemeindehaus sollen einen WLAN-Hotspot im Außen- und Innenbereich bekommen.

Foto: Axel Wendt

Gemeinde will gewonnenen Gutschein einlösen und mehrere Internet-Hotspots einrichten lassen. Wir sagen, wo sie entstehen sollen.

Schnakenbek. Die Europäische Kommission will dem drahtlosen Internet in der EU schon seit Jahren auf die Sprünge helfen und hat 2017 das Projekt „Wifi4EU“ ins Leben gerufen. Dahinter steckt die Möglichkeit, in öffentlichen Bereichen wie Parks oder Gemeindehäusern einen WLAN-Hotspot einzurichten. Kommunen, Landkreise und Gemeinden können sich für einen 15.000-Euro-Gutschein bewerben. Die rund 850-Seelengemeinde Schnakenbek hat sich im vergangenen Jahr beworben – und den Zuschlag erhalten. Auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sind nun die Standorte für die WLAN-Hotspots abgestimmt worden.

Gemeindevertreter Axel Wendt hat sich der Umsetzung des Projekts angenommen und sagt: „Wir haben damals alle Bewerberunterlagen fertig gemacht und dann galt das Prinzip der Schnelligkeit.“ Wendt habe sich zum Start der Bewerbungsphase um Punkt 13 Uhr an den Rechner gesetzt und die Bewerbung abgeschickt. Schließlich gab es eine positive Rückmeldung per Post: „Wir haben eine Gutschrift erhalten. Die EU übernimmt die Kosten für die Hardware, die Einrichtungskosten und den Service für fünf Jahre“, so Wendt.

Gemeindevertreter sind sich bei Standortfrage einig

Die Gemeindevertretung hat inzwischen mit einem Installationsbetrieb aus Kiel Kontakt aufgenommen und ein Angebot eingeholt. Ende letzten Jahres gab es dann eine Ortsbegehung. Insgesamt wurden sechs Standorte für die WLAN-Hotspots ausgewählt. „Wichtig ist es, dass wir in der Nähe der Standorte einen bereits vorhandenen Internet- sowie Stromanschluss haben. Nur dann kann ein Hotspot eingerichtet werden“, erklärt der Gemeindevertreter. Hier soll es überall kostenfreies WLAN geben: Café Alter Sandkrug (Alte Salzstraße 34), Kita und Gemeindehaus (An der Schule 3), Feuerwehrgerätehaus (Dorfstraße 7), Bushaltestellen beim Frischemarkt Woehl sowie bei der kleinen Sporthalle (An der Sporthalle 1). Geplant ist, dass es an den meisten Standorten einen Hotspot im Innen- als auch Außenbereich gibt.

Die Gemeindevertreter haben einstimmig für die Standorte gestimmt und freuen sich nun auf die Umsetzung. Wendt: „Nicht nur die Bürger werden davon profitieren, auch beispielsweise Radfahrer, die hier den Elbe-Radweg entlang fahren und etwas nachschauen wollen.“ Die Realisierung des Projekts wird noch einige Monate dauern. „In diesem Jahr wird das aber noch sicher etwas“, verspricht Wendt.

Auch die Gemeinde Grabau hat einen 15.000-Euro-Zuschuss für einen WLAN-Hotspot bekommen. Dieser wird unter anderem am Gemeindezentrum eingerichtet. Allerdings gibt es dort keinen Wetterschutz, wenn das Gemeindezentrum geschlossen hat. Darauf konnten sich die Politiker bislang nicht verständigen (wir berichteten).