Lauenburg

Albinus-Gemeinschaftschule feiert Absolventen im Autokino

Mit mehr als 70 Autos kamen die Familien der Schulabgänger zur Entlassungsfeier ins Autokino. Die Absolventen, Schulleiterin Dr. Britta Ahnfeld, die Vertreterin des Elternbeirats und der Schülersprecher wurden statt mit Applaus mit Hupkonzerten und Lichthupen-Blinken gefeiert.

Mit mehr als 70 Autos kamen die Familien der Schulabgänger zur Entlassungsfeier ins Autokino. Die Absolventen, Schulleiterin Dr. Britta Ahnfeld, die Vertreterin des Elternbeirats und der Schülersprecher wurden statt mit Applaus mit Hupkonzerten und Lichthupen-Blinken gefeiert.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Lautes Hupen und blinkende Scheinwerfern: Eine besondere Entlassungsfeier hatten die 116 Absolventen der Albinus-Gemeinschaftsschule.

Lauenburg.  Dies war wohl die ungewöhnlichste Entlassungsfeier in der Geschichte der Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg. Um die Corona-Abstandsregeln einzuhalten, hatte Schulleiterin Dr. Britta Ahnfeldt die 116 Abgänger dieses Jahrgangs und deren Angehörige kurzfristig für Donnerstagabend zur Entlassungsfeier ins Autokino auf dem Parkplatz Schlüsselteich geladen – ein gemeinsames Fest auf Abstand, gut geschützt im eigenen Pkw.

„Ihr habt eure Prüfungen geschafft, trotz dieser besonderen Zeit. Das ist eine Riesenleistung“, gratulierte Ahnfeldt von der Bühne aus ihren Schülern. Statt Applaus kräftiges Hupen und Blinken mit den Scheinwerfern. „Wir dürfen laut Genehmigung nur drei Mal Hupen“, mahnte die Schulleiterin. Doch jede Absolventengruppe, die unter Abstandsregeln auf die Bühne gerufen wurde, feierten die Gäste mit einem Hupkonzert. Die Anwohner nahmen es gelassen, viele schauten der so öffentlich gewordenen Feierlichkeit aus ihren Fenstern oder vom Balkon aus zu.

Die Reden von Schulleitung, Eltern- und Schülervertretern wurden per UKW-Sender in die Autos übertragen. Die Großbildleinwand zeigte das als Weitwinkelbild der Bühne. Das Wetter spielte da nicht mit: Als pünktlich zur Ehrung der besten Schüler heftiger Platzregen einsetzte, konnten die hinteren Autoreihen das Geschehen auf der Bühne kaum noch verfolgen.

„Jetzt fällt auch noch diese Feier ins Wasser – das passt zum Chaos in diesem Schuljahr“, meinte Rolf Bargmann, der den mittleren Schulabschluss (MSA) seiner Enkelin gebührend feiern wollte: „Eine tolle Idee, diese Freiluftfeier. Aber einen Film würde ich mir in der Qualität hier nicht ansehen.“

Auszeichnungen für vier Absolventinnen

Unterdessen nahmen Tineke Seifert (Note 1,3), Mailin von Wilcke und Nadine Schöni ihre Auszeichnungen als beste Abiturienten entgegen. „Man hatte ja viel Zeit zum Lernen durch den Unterrichtsausfall. Mir liegt das Lernen alleine ohnehin besser als in der Gruppe“, sagte Seifert und ergänzte: „Das hier im Autokino ist ein tolles Special-Event, an das ich mich sicher mein Leben lang erinnern werde.“ Den besten MSA (Note 1,2) machte Carmen Leal-Manrique, eine spanische Gastschülerin aus Madrid. Auffällig: In der Notenbilanz ganz vorn, ausschließlich Schülerinnen.

„Der Abschluss unter Corona-Bedingungen war eine besondere Vorbereitung aufs Leben. Unvorhergesehene Dinge werden euch immer wieder treffen“, sagte Katja Wieckhorst vom Schulelternbeirat: „Nehmt es als Übungslauf und seht die angespannte Situation als Herausforderung. Wer so seinen Abschluss schafft, für den sind die nächsten Steine im Leben nur noch Steinchen!“

Albinus-Schüler haben das Beste aus der Situation gemacht

Blumen, Luftballons, geschmückte Autos, festliche Kleidung. Bei ihrer besonderen Abschlussfeier haben die Albinus-Schüler bewiesen: Sie haben das Beste aus der Krisensituation gemacht. „Wir haben dadurch sicher auch vieles für unsere Zukunft gelernt“, betonten die Schülersprecher Catharina Bauske und Tolga-Mustafa Barcin: „Lasst euch auf der Reise durchs Leben nicht unterkriegen!“