Glasfaserausbau

Jetzt kommt das schnelle Internet nach Lauenburg

Denis Recknagel (links) und Torsten Möller von den Versorgungsbetrieben Elbe zeigen ein Kabel zum Ausbau des Glasfasernetzes im Amt Lütau.

Denis Recknagel (links) und Torsten Möller von den Versorgungsbetrieben Elbe zeigen ein Kabel zum Ausbau des Glasfasernetzes im Amt Lütau.

Foto: Karin Lohmeier / BGZ/Karin Lohmeier

Gemeinden des Amtes Lütau haben bereits Glasfaserkabel. Lauenburg noch nicht. Die Erschließung des Areals dauert drei bis vier Jahre.

Lauenburg. Mit Supergeschwindigkeit im Internet surfen, Riesendateien versenden oder Filme per Streamingdienst über den Fernseher anschauen – das ist in vielen Regionen Deutschlands noch
immer nicht möglich. Wer in einer Gemeinde des Amtes Lütau wohnt, hat diese Sorge nicht: Die Versorgungsbetriebe Elbe haben mit ihrem Tochterunternehmen Elbe Media GmbH die Anschlussarbeiten dort abgeschlossen.

Jetzt soll es in Lauenburg weitergehen. Der Plan: Von Schnakenbek aus geht es in
zunächst in das künftige Wohngebiet Birnbaums­kamp. Im Industriegebiet Aue- und Söllerwiesen dagegen sind die ersten Absprachen mit den ansässigen Unternehmen bereits zu Jahresbeginn erfolgt. „Die Resonanz war gut und der Bedarf
an schnelleren Internetleitungen groß, bestätigte der Vertriebsleiter der Versorgungsbetriebe, Denis Recknagel. Hohe Priorität habe auch das Gewerbegebiet Juliusburger Landstraße, in dem bisher allerdings nur ein Unternehmen ansässig ist.

Ursprünglich waren erste Info-Veranstaltungen geplant

Wie berichtet, rechnet die Stadt damit, dass die Erschließung des Areals erst in drei
bis vier Jahren abgeschlossen sein wird. Um Unternehmen für diese Flächen zu begeistern, „ist schnelles Glasfaser ein wichtiger Standortfaktor“, weiß Recknagel.

Doch angesichts der Corona-Krise stocken derzeit weitere Gespräche. „Wir müssen umdenken. Eigentlich hatten wir in Lauenburg jetzt die erste Informationsveranstaltung geplant, aber die müssen wir aufgrund der aktuellen Situation natürlich absagen“, bedauert Recknagel. Auch weitere Veranstaltungen könnten derzeit nicht geplant werden. An den Ausbauplänen will das Unternehmen trotzdem festhalten. „Gerade in der aktuellen Situation sieht man ja, dass Homeoffice- und Smarthome-Lösungen in Zukunft noch eine stärkere Rolle spielen werden“, sagt Recknagel.

Elbe Media geht von einer Anschlussquote von 45 Prozent aus. Aber auch, wenn mindestens 35 Prozent der Haushalte je Bauabschnitt einen Glasfaseranschluss haben wollen, wird gebaut. Sobald diese Mindestanschlussquote erreicht ist, wird in dem jeweiligen Bereich mit dem Ausbau des Gigabitnetzes in Lauenburg begonnen.

Informationen gibt es online, Vertragsunterlagen per Post

Da die Mitarbeiter aktuell persönlich nicht vor Ort sein können, werden die Vertragsunterlagen per Post zugesandt. Wer mehr wissen möchte, kann den Online-Service unter der Webseite www.stadtwerke-media.de/vbe nutzen. Dort gibt Informationen zu Preisen und Leistungen sowie ausführliche Antworten auf die meist gestellten Fragen (FAQ). Kurze Erklärfilme erläutern außerdem die Vorteile von Glasfaser, wie der Hausanschluss erstellt und die Endgeräte im Haus angeschlossen werden. Auf der Internetseite ist auch ein Auftragsformular hinterlegt.

Das Kundenzentrum der Versorgungsbetriebe in Lauenburg, Grünstraße 30, hat derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen. Telefonische Auskünfte zu allen Leistungen gibt es aber trotzdem unter der Nummer 04153/ 59 50.