700 Besucher

Neujahrsempfang: Ehre für verdiente Lauenburger

Die 78-jährige Jazz-Ikone Janice Harrington bringt beim Neujahrsempfang der Stadt Lauenburg die Sporthalle am Hasenberg zum Kochen.

Die 78-jährige Jazz-Ikone Janice Harrington bringt beim Neujahrsempfang der Stadt Lauenburg die Sporthalle am Hasenberg zum Kochen.

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Rund 700 Besucher kamen zum Neujahrsempfang der Stadt Lauenburg. Es Rückblicke, Ausblicke und eine große Show.

Lauenburg.  Wenn Bürgermeister Andreas Thiede zum Neujahrsempfang der Stadt lädt, dann bleibt kaum ein Platz leer. Am Freitagabend zählten die Organisatoren in der Sporthalle am Hasenberg rund 700 Besucher. Viele der Gäste hatten sogar eine persönliche Einladung erhalten. Auch schon eine Tradition: Der Neujahrsempfang der Stadt wird von einer großen Show umrahmt, moderiert von Marion Grundmann.

In diesem Jahr waren es aber nicht Unternehmer und potenzielle Investoren, die im Mittelpunkt de Abends standen, sondern Lauenburgerinnen und Lauenburger, die sich um ihre Stadt verdient gemacht haben. Doch natürlich gab es auch wieder den von vielen erwarteten Rückblick und Ausblick von Bürgermeister Andreas Thiede, auch wenn dieser nicht ganz so euphorisch ausfiel wie in den vergangenen Jahren.

2019 – Jahr mit Licht und Schatten

Zu Beginn des Abends ging es aber erst mal musikalisch zur Sache: Jazz-Ikone Janice Harrington schmetterte den Besuchern den Song „Glory Hallelujah“ entgegen. Die Sängerin ließ keinen Zweifel daran, dass dies ein temperamentvoller Abend werden würde. Und sie behielt recht: Als die 78-jährige Sängerin später sogar noch einen Rock ‘n’ Roll auf die Bühne brachte, hielt es einige Besucher nicht auf den Plätzen.

„Es war ein Jahr mit Licht und Schatten“ begann Bürgermeister Andreas Thiede seine Ausführungen und erinnerte an Ereignisse wie den Großbrand im Stadtzentrum gleich zu Jahresbeginn, aber auch an die Neueröffnungen von Lidl und Rewe, den Abriss des Postgebäudes sowie die politischen Entscheidungen zum Umbau der Weingartenschule und des Katastrophenschutzzentrum. Aber er sparte auch die Baulücken im Stadtzentrum nicht aus, die auch ihn ärgern würden. „Ich weiß, dass manche Entwicklungen einfach zu lange dauern und einige schon daran zweifeln“, sagte er, ließ aber keinen Zweifel daran, dass er an den großen Durchbruch in diesem Jahr glaubt. So sollen in den nächsten Jahren in Lauenburg unter anderem 600 neue Wohnungen in unterschiedlichen Preissegmenten entstehen. Investitionen sind außerdem an beiden Schulen geplant, sowie in das Katastrophenschutzzentrum und den Hochwasserschutz.

Bundesmittel für Schlosssanierung

Gute Nachrichten verkündete auch Norbert Brackmann. Es hatte in Doppelfunktion auf dem Bühnen-Sofa Platz genommen: Einmal als Bundestagsabgeordneter und außerdem als stellvertretener Landrat. In dieser Funktion bekräftigte er, dass die Kommunalaufsicht trotz der prekären Finanzlage hinter den geplanten Investitionen der Stadt stehe. Außerdem würde Lauenburg eine neue Rettungswache erhalten. Als Bundestagsabgeordneter brachte er ebenfalls eine gute Nachricht mit: Für die 5 Millionen Euro teure Sanierung des Lauenburger Schlosses stellt Berlin 2,5 Millionen Euro Förderung in Aussicht.

Ehrungen

Horst Eggert erhielt für seine Verdienste um die Lauenburger Stadtgeschichte den „Rufer“, die höchste Auszeichnung, die die Stadt zu vergeben hat.

Lauenburger Friedhof, seit 2018 Träger des bundesdeutschen Taspo-Awarts. Unter anderem dafür wurde das Team ebenfalls mit dem „Rufer“ ausgezeichnet.

Uwe Frensel erhielt für sein 25-jähriges lokalpolitisches Engagement die „Goldene Ehrennadel“ der Stadt Lauenburg.

Elke Burkhart engagiert sich seit 2015 erfolgreich für die Integration Geflüchteter in Lauenburg. Die erhielt dafür den „Ehrenteller“ der Stadt.

Lauentown Katzenfreunde sorgen seit Jahren dafür, dass möglichst viele streunende Katzen in Lauenburg kastriert und versorgt werden. Für ihr Engagement erhielten sie ebenfalls den „Ehrenteller“ der Stadt.