Raddampfer

Neuer Kessel des „Kaiser Wilhelm“ besteht Druckprobe

Mitarbeiter einer Spezialfirma in Husum bauen den neuen Kessel für den  Raddampfer „Kaiser Wilhelm“. Die Druckprobe verlief erfolgreich."

Mitarbeiter einer Spezialfirma in Husum bauen den neuen Kessel für den Raddampfer „Kaiser Wilhelm“. Die Druckprobe verlief erfolgreich."

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Der historischer Raddampfer wird für über eine Million Euro saniert. Arbeiter und Crew haben dabei einen Termin fest im Blick.

Lauenburg.  „Es geht voran. Die Druckprobe unseres neuen Kessels ist erfolgreich bestanden und der neue Schornstein ist auch schon fertig“, so der jüngste Eintrag auf der Facebook-Seite für den Raddampfer „Kaiser Wilhelm“.

Wie berichtet, wird der Schiffsveteran derzeit mit Fördermitteln des Bundes in Höhe von 950.000 Euro und einem Eigenanteil des Vereins von 95.000 Euro auf der Lauenburger Hitzler-Werft umfassend saniert. Im Oktober musste sich der „Kaiser“ einer besonderen Prozedur unterziehen: Mit Trennschleifer und Schneidbrenner wurde das Heck abgetrennt, das auf einer Länge von 6,50 Meter komplett erneuert wird. Der neue Kessel wird derzeit in einer Spezialfirma in Husum gefertigt.

Saisonstart am Kurs-Elbe-Tag

Geplant ist, dass der „Kaiser“ pünktlich zum Saisonstart wieder einsatzfähig ist. „Wenn Kessel und Heck dann wieder an Ort und Stelle sind, gibt es zwar noch reichlich zu tun, aber das schaffen wir schon“, sagt der Geschäftsführer des Fördervereins, Holger Böttcher.

Die Crew hat einen Termin fest im Visier: Die Schiffsparade in Lauenburg zum Kurs-Elbe-Tag am 26. April soll das schwimmende Wahrzeichen der Stadt natürlich wieder anführen. Danach heißt es dann Volldampf voraus!“ in die Jubiläums-Saison für den Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, der vor 120 Jahren in Dresden gebaut wurde.

Fahrplan für kommende Saison steht

Der Fahrplan für die kommende Saison steht bereits und kann auf der Seite www.raddampfer-kaiser-wilhelm.de abgerufen werden. Tickets für alle Fahrten gibt es online auf der Seite www.eventim.de. Karten können außerdem per E-Mail an tickets@raddampfer-kaiser-wilhelm.de reserviert werden. „Höhepunkt der kommenden Saison ist natürlich unsere Weser-Reise vom 17. Juli bis 2. August“, sagt Böttcher und rät, sich zu beeilen: Rund 1700 Tickets seien für die einzelnen Etappen bereits vorbestellt.

Der „Kaiser Wilhelm“ fuhr bis 1970 auf der Weser und sollte eigentlich verschrottet werden. Bis dahin war das Dampfschiff zwischen Beverungen, Höxter und Holzminden eingesetzt. Gerettet wurde das Schiff vom Lauenburger Förderverein des Elbschifffahrtsmuseums.