Antrag von „Unser Lauenburg“

Bekommt der Fürstengarten wieder einen Spielplatz?

Der Fürstengarten ist eine gepflegte Grünanlage – und ein Denkmal. Doch Familien vermissen hier Spielmöglichkeiten für kleine Kinder.

Der Fürstengarten ist eine gepflegte Grünanlage – und ein Denkmal. Doch Familien vermissen hier Spielmöglichkeiten für kleine Kinder.

Foto: Karin Lohmeier / BGZ

Die Fraktion „Unser Lauenburg“ beantragt, den Spielplatz im Fürstengarten wiederzubeleben – sie schlägt eine Buddelfläche und Wippen vor.

Lauenburg. Jahrelang hat die Stadt nicht in ihre Spielplätze investiert – defekte Spielgeräte, die nicht repariert werden konnten, wurden abgebaut. Vielerorts entstanden große Lücken und die Plätze verloren an Attraktivität. Bis der neu gegründete Kinder- und Jugendbeirat im Jahr 2017 Politik und Verwaltung wachrüttelte. Bei einer Begehung mit Grundschülern und Jugendlichen wurden alle Plätze in Augenschein genommen, eine Bestandsaufnahme gemacht. Auch Wünsche meldete der Beirat an – mit Erfolg: Die Stadt legte ein Spielplatzprogramm auf, stellte für die Jahre 2018 und 2019 jeweils 60 000 Euro für Instandsetzungen und 60 000 Euro für Neuanschaffungen zur Verfügung.

Ein Kritikpunkt des Beirates war auch, dass der Spielplatz im Fürstengarten verschwunden ist. Das nimmt die Fraktion „Unser Lauenburg“ jetzt auf. Sie will den stillgelegten Platz wieder zum Leben erwecken – und hat für die nächste Sitzung des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten, Soziales, Jugend und Sport einen entsprechenden Antrag vorgelegt.

Möglichkeiten mit dem Denkmalschutz prüfen

„Wir möchten, dass es dort wieder einen Kleinkinderspielplatz mit Sandbuddelfläche und Wippen gibt“, sagt Ralf Storjohann. Auch Bänke und Papierkörbe sollten aufgestellt werden. Möglichkeiten dafür solle die Verwaltung mit dem Denkmalschutz klären, heißt es in dem Antrag.

Eigentlich sei der Fürstengarten ein wunderbarer Ort, doch zurzeit insbesondere für Familien nicht mehr attraktiv, argumentiert die Fraktion Unser Lauenburg. „Eine Wiederbelebung durch Verweil- und Aktionsmöglichkeiten ist für die Lebensqualität der Bürger unserer Stadt wünschenswert“, schreibt Storjohann in dem Antrag.

Vor mehr als zehn Jahren gab es im Fürstengarten sogar noch eine Skaterbahn. Doch für die historische Rekonstruktion der Anlage wurde sie entfernt, weil es Auflagen vom Denkmalschutz gab. Sandkiste und Kleinspielgeräte durften zunächst noch bleiben, bis die Stadt sie aus Geldmangel entfernte.

Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität verbessern

Schließlich gebe es am Schlossturm direkt in der Nähe einen Spielplatz, argumentierte die Verwaltung. „Wir verstehen nicht, dass aus dem Fürstengarten eine Art grünes Museum gemacht wurde, das am besten niemand betrifft, schon gar nicht Kinder und Jugendliche“, sagte dazu Darius Brackmann, der Vorsitzende des ersten Kinder- und Jugendbeirates 2017.

Stadtjugendpflegerin Friederike Betge würde neue Spielmöglichkeiten im Fürstengarten begrüßen. „Zumindest für kleine Kinder. Das würde die Aufenthaltsqualität für Familien verbessern“, sagt sie. Die öffentliche Sitzung des Ausschusses beginnt am Dienstag, 10. Dezember, um 17 Uhr im Verwaltungsgebäude am Fürstengarten 29. Dann geht es auch um die Konkretisierung von Vorschlägen aus der Jugendbefragung – gemeinsam mit jungen Lauenburgern.