Sozialraumanalyse

Lauenburgs Stärken und Schwächen aufzeigen

Dr. Jens Gutsche erstellt die Sozialraumanalyse für Lauenburg.

Dr. Jens Gutsche erstellt die Sozialraumanalyse für Lauenburg.

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Eine Untersuchung der Lebensumstände in in Lauenburg, Entwicklungsprognosen und Handlungsempfehlungen soll eine Sozialraumanalyse leisten.

Lauenburg.  Seit über fünf Jahren in der politischen Diskussion und bereits vor zwei Jahren beschlossen: Im März hat das Büro Gertz Gutsche Rümenapp die Sozialraumanalyse für Lauenburg in Angriff genommen. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor. Während der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses und des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten, Soziales, Jugend und Sport am Montag, 9. Dezember, sollen diese präsentiert werden.

Dem Hamburger Büro sind die Verhältnisse in Lauenburg nicht fremd. Im Mai 2012 legte Mitgesellschafter Jens Gutsche den Schulentwicklungsplan für Lauenburg vor. Diese Prognose war unter anderem Grundlage dafür, dass das Land an der Albinus-Gemeinschaftsschule die gymnasiale Oberstufe genehmigte. „Der Schulentwicklungsplan bildet eine der Grundlagen für die Sozialraumanalyse“, hatte der Leiter für Stadtentwicklung, Reinhard Nieberg, im Februar während einer Sitzung des Bau- und Planungsausschusses erklärt.

Vorhandene Untersuchungen fließen in die Analyse ein

Ebenso würden die kleinteilige Bevölkerungsprognose und die Wohnbedarfsanalyse des Kreises in die Analyse einfließen. Darüber hinaus konnten die Stadtplaner auf eine Untersuchung der Lebensumstände von Senioren in der Stadt zurückgreifen. Studierende der Fachhochschule Lübeck legten 2017 ein Sozialraumkonzept vorwiegend für diese Generation vor. Ihr Fazit: Auch unter wissenschaftlicher Betrachtung hat die Stadt derzeit gravierende Mängel hinsichtlich der Lebensqualität.

Der Vorsitzende des Sozialausschusses, Uwe Frensel (SPD), drängt seit Jahren auf eine Sozialraumanalyse. „Wenn wir tragfähige Pläne für die Stadt entwickeln wollen, müssen wir uns erst mal darüber klar werden, was wir brauchen“, hat er in der Vergangenheit immer wieder argumentiert. „Ich erwarte eine tiefe Analyse der Lebensumstände in unserer Stadt, Entwicklungsprognosen und schlüssige Handlungsempfehlungen“, sagte er im Februar gegenüber unserer Zeitung.

Das Hamburger Büro hat auf seiner Webseite seinen Anspruch formuliert: Es bietet Prozessbegleitung an und spricht Handlungsempfehlungen aus. Wenn es sein müsse, sehen sich die Planer auch als „Überbringer unschöner Wahrheiten“. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29.