Weihnachtsmärchen

Theater Lauenburg bringt „Bambi“ auf die Bühne

Das freche Wildkaninchen Klopfer (Celine Moos) besucht die frischgebackene Hirschmutter (Sandra Beckmann) und ihr Baby Bambi (Jascha Schütz).  

Das freche Wildkaninchen Klopfer (Celine Moos) besucht die frischgebackene Hirschmutter (Sandra Beckmann) und ihr Baby Bambi (Jascha Schütz).  

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Wie in jedem Jahr bringt das Theater Lauenburg ein Weihnachtsmärchen auf die Bühne. Diesmal ist es der Kinderbuchklassiker „Bambi“.

Lauenburg.  In den letzten Minuten, bevor sich der Vorhang hebt, ist Lauenburgs Theaterchef Andreas Püst wieder aufgeregt als wäre es seine erste Premiere. „Das Weihnachtsmärchen ist immer die aufwendigste Produktion des Jahres. Da fiebern wir bis zum Schluss, dass alles klappt“, sagt er. In diesem Jahr ist es der Kinderbuchklassiker „Bambi“, den Püst mit seinem Ensemble auf die Bühne bringt.

Das Bühnenbild ist sparsam, die Darsteller tragen vorwiegend Menschenkleidung. Lediglich die Kopfbedeckungen deuten darauf hin, welche Tiere des Waldes auf der Bühne gerade spielen. Die Zuschauer erleben anfangs einen ängstlichen kleinen Hirsch (Jascha Schütz), der vorsichtig, aber neugierig seine Welt entdeckt. Berührend, wie seine Mutter (Sandra Beckmann) ihn gewähren lässt – trotz der Gefahr, die den Tieren des Waldes durch die Menschen droht. Es ist vor allem die zurückhaltende Körpersprache der beiden Darsteller, die die enge Bindung von Bambi und seiner Mama von Anfang an glaubhaft macht. Temperamentvoll dagegen das freche Wildkaninchen Klopfer (Celine Moos), das dem kleinen Hirsch später aber noch eine wichtige Stütze werden wird.

Tragische Szene nur angedeutet

Wie fast immer hat Andreas Püst auch diesmal die Geschichte leicht abgewandelt. Das hat nicht nur damit zu tun, dass die Rollen von nur drei Darstellern besetzt werden. Im Original opfert die Hirschmutter ihr Leben für ihr Junges, indem sie die Aufmerksamkeit eines Jägers auf sich lenkt und daraufhin erschossen wird. Die tragische Szene deutet Püst, der in dem Stück auch Regie führt, nur an. „Ich will ja die Kinder nicht heulend in die Pause schicken“, sagt er. Stattdessen erleben die großen und kleinen Zuschauer, wie aus dem kleinen, Bambi mithilfe seiner Freunde ein selbstbewusster junger Hirsch wird.

Bemerkenswert ist, wie schnell die drei Darsteller hinter der Bühne jeweils ihre Rollen wechseln. Sandra Beckmann und Celine Moos spielen in dem Stück jeweils drei Figuren, die vom Charakter sehr unterschiedlich sind. Neben den Dialogen singen sie auch, sodass die Inszenierung eher ein Musical als ein klassisches Theaterstück ist. Die Musik und die Liedtexte stammen von Eva Engelbach. Die Kostüme und das Bühnenbild gestaltete wieder Otti Wiedenroth-Rösler. Das Premierenpublikum dankte dem Ensemble mit viel Applaus.

Noch Karten für die Abschlussvorstellung

Das Stück ist für die ganze Familie geeignet. Neben einigen Schulvorstellungen gibt es am zweiten Weihnachtsfeiertag, 15 Uhr, in der Heinrich-Osterwold-Halle (Elbstraße 145 a) noch eine öffentliche Aufführung (Erwachsene 12 Euro, Kinder 10 Euro). Tickets: www.theater-lauenburg.de.