Sanierung

Millionen-Investition für Lauenburgs Trinkwasser

2018 war die Trinkwasserversorgung in Lauenburg und im Amt Lütau nach einer Überflutung ausgefallen. Die Feuerwehr legte das Gebäude trocken. Nun soll die Technik saniert werden.

2018 war die Trinkwasserversorgung in Lauenburg und im Amt Lütau nach einer Überflutung ausgefallen. Die Feuerwehr legte das Gebäude trocken. Nun soll die Technik saniert werden.

Foto: Timo Jann / jann

Der Wasserspeicher am Hasenberg wird für 1,5 Mio. Euro saniert. Freitagnacht wird die Versorgung umgestellt, was auch die Feuerwehr beschäftigt.

Lauenburg.  Die Versorgungsbetriebe Elbe bereiten eine umfassende Sanierung des Wasserspeichers am Hasenberg vor. Freitagabend kann es dadurch von 22 Uhr an zu Druckschwankungen im Leitungsnetz in Lauenburg und in den Gemeinden des Amtes Lütau kommen.

Durch einen eigens installierten Bypass ist die Wasserversorgung aber entgegen ursprünglicher Pläne jetzt doch gesichert. Eigentlich sollte die Wasserversorgung in den Nachtstunden für längere Zeit komplett stillgelegt werden. Vorsorglich hat Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer für die kritische Phase der Arbeiten in der Nacht trotzdem zusätzliche Fahrzeuge der Wehren aus Schwarzenbek und Geesthacht nach Lauenburg beordert.

Komplettsanierung des Wasserspeichers

Rückblick: Am 14. Oktober 2018 war die Trinkwasserversorgung für etwa 20.000 Menschen ausgefallen, nachdem durch ein nicht geschlossenes Ventil der Technikraum des Wasserspeichers geflutet worden war. Feuerwehrleute pumpten Tausende Liter Wasser ab und legten den Technikraum wieder trocken. Es dauerte Stunden, ehe die Wasserversorgung zumindest notdürftig wiederhergestellt war. „Diesen Zwischenfall haben wir zum Anlass genommen, den Wasserspeicher zu überprüfen. Dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir ihn komplett sanieren wollen“, erklärt Christian Meyer, technischer Leiter der Versorgungsbetriebe.

Weil die Arbeiten bei laufendem Betrieb erfolgen müssen, um die Versorgung mit Trinkwasser weiterhin gewährleisten zu können, muss nun eine Trennung der beiden Speicherbehälter hergestellt werden. Diese Arbeiten sollen Freitagabend um 22 Uhr starten. Meyer rechnet damit, dass es etwa drei Stunden dauern wird. „Wir hatten bei der Überprüfung festgestellt, dass ein Schieber zwischen beiden Kammern fehlt. Erst sahen wir keine andere Lösung, als die Versorgung komplett einzustellen, aber jetzt haben wir uns eine Umleitung gebaut“, berichtet er.

Zunächst sollte die Stilllegung der Versorgung nicht öffentlich gemacht werden, nur große Firmen, Seniorenheime und die Feuerwehr waren eingeweiht. Man hatte Bedenken, dass Brandstifter eventuell motiviert werden könnten.

Arbeiten sollen bis März 2020 abgeschlossen sein

Doch jetzt gehen die Versorgungsbetriebe davon aus, dass in allen Haushalten, Firmen und Hydranten jederzeit Wasser zur Verfügung steht. „Wir stehen mit einem Löschzug einsatzbereit an der Wache und haben aus Schwarzenbek und Geesthacht zusätzlich Fahrzeuge mit 9000 Liter Wasser vor Ort“, sagt Feuerwehrchef Lars Heuer. So könne im Brandfall schnell reagiert werden. Beim Ausfall 2018 hatte es große Probleme gegeben, den Brandschutz und die Versorgung der Menschen mit Wasser sicherzustellen. Doch dieses Mal ist alles gut geplant. Meyer: „Mitten in der Nacht ist der Verbrauch ohnehin gering.“

Die Versorgungsbetriebe gehen davon aus, dass die kompletten Sanierungsarbeiten etwa bis März 2020 andauern werden. 1,5 Millionen Euro werden investiert. Pumpen, Steuerungen und Rohre werden erneuert. Wahrscheinlich haben die Investitionen auch Auswirkungen auf den Wasserpreis, aber beziffern könne man den künftigen Preis noch nicht, sagt Christian Meyer.