Wahl am 21. und 22. November

Sie wollen Jugendbeiräte werden

Sie kandidieren für den neuen Jugendbeirat: Antonia Straub, Lara-Marie Behning, Lina Marie Rowlin, Edisa Seciri (hinten, von links), Zahra Maliksadah, Mia Filiz Yemisci und Sonja Allimi (vorn, von links). Melike Barcin, Aries Roca und Lasse Behning fehlten beim Fototermin.

Sie kandidieren für den neuen Jugendbeirat: Antonia Straub, Lara-Marie Behning, Lina Marie Rowlin, Edisa Seciri (hinten, von links), Zahra Maliksadah, Mia Filiz Yemisci und Sonja Allimi (vorn, von links). Melike Barcin, Aries Roca und Lasse Behning fehlten beim Fototermin.

Foto: Ute Dürkop

2100 junge Lauenburger im Alter von neun bis 24 Jahren sind aufgerufen, den neuen Kinder- und Jugendbeirat zu wählen.

Lauenburg.  Rund 2100 junge Lauenburger im Alter von neun bis 24 Jahren sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben: Am 21. und 22. November wählen sie einen neuen Kinder- und Jugendbeirat. Lange war über die Schaffung eines solchen Beirates in den politischen Gremien diskutiert worden. 2015 schließlich konnte der erste Beirat endlich seine Arbeit aufnehmen – und mischte insbesondere mit seiner Spielplatzanalyse gleich in der Politik mit.

Mit Stadtjugendpflegerin Friederike Betge arbeiteten die jungen Lauenburger ein Konzept aus. Und erstmals nach vielen Jahren investierte die Stadt wieder in ihre Spielplätze. Bis 2020 stehen für Neuanschaffung und Sanierung von Spielgeräte jährlich 120 000 Euro zur Verfügung.

Spielplätze werden weiter ein Schwerpunktthema sein

Zehn Jugendliche kandidieren für den dritten Kinder- und Jugendbeirat, unter ihnen einige, die schon im zweiten dabei waren. So wollen Lara-Marie Behning (15) und Melike Barcin (16) weitermachen. Attraktive Spielplätze im Stadtgebiet werden dabei weiterhin ein Schwerpunkt sein, kündigen sie an. Lara-Marie ist so begeistert von den Möglichkeiten der politischen Mitgestaltung, dass sie mittlerweile auch auf überregionaler Ebene aktiv ist.

„Zusammen mit Melike habe ich an einem landesweiten Treffen aller schleswig-holsteinischen Kinder- und Jugendbeiräte und -parlamente teilgenommen“, erzählt die 15-Jährige. Ein Wochenende lang ging es um das Thema Partizipation. Die Jungpolitiker tauschten Erfahrungen aus und lernten voneinander – auch über den eigenen Tellerrand hinaus. Einen großen Stellenwert hatte dabei das Sprechen als wichtigstes Instrument politischen Handelns. „Wir haben bei einem Moderationstraining mitgemacht und an einem Workshop für Meinungsbildung teilgenommen. Daraus haben sich Projektideen entwickelt, die ich auch gern in Lauenburg umsetzten möchten“, erzählt Lara-Marie Behning über ihre Pläne für den neuen Beirat.

An der Entwicklung der Stadt mitwirken

Auch an der Jugendbefragung der Stadt haben Lara-Marie und Melike sich beteiligt, diskutierten an verschiedenen Thementischen mit den Politikern im Ausschuss auf Augenhöhe. Lina Marie Rowlin (13) war ebenfalls dabei – und kandidiert nun für den Kinder- und Jugendbeirat. „Ich finde es gut, dass es in Lauenburg so ein Gremium gibt. Und ich möchte an einer Entwicklung für unsere Stadt mitwirken, in der die Bedürfnisse der Jugend nicht vergessen werden“, sagt sie.

Zahra Maliksadah möchte mit ihrer freien Zeit etwas Sinnvolles anfangen. „Mir ist es wichtig, etwas für die Jugend in der Stadt auf die Beine zu stellen“, sagt die 14-Jährige.

Am 21. und 22. November stehen in den Schulen und im Jugendzentrum Wahlurnen, in die die Kinder und Jugendlichen ihre Wahlzettel werfen können. Die Wahl muss anschließend noch von der Stadtvertretung bestätigt werden.