Entwurf

Radverkehrskonzept Lauenburg: Politik soll entscheiden

Gutachter Edzart Hildebrand präsentiert neuen Arbeitsstand des Radverkehrskonzeptes

Gutachter Edzart Hildebrand präsentiert neuen Arbeitsstand des Radverkehrskonzeptes

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Lauenburger Radfahrer riskieren Kopf und Kragen. Seit zehn Jahren soll ihre Sicherheit auf den Bundesstraßen verbessert werden.

Lauenburg. Jetzt gibt es einen weiteren Anlauf, das Radfahren in Lauenburg attraktiver und sicherer zu machen. Auf der Tagesordnung der Sitzung des Umwelt- und Energiewendeausschusses am kommenden Montag, 28. Oktober, steht ein neuer Entwurf „Handlungskonzept zur Sicherung und Förderung des Radverkehrs“. Vor zehn Jahren hatte sich Gutachter Edzart Hildebrand erstmals mit der Thematik beschäftigt. Im Juli dieses Jahres hatte er eine neue Fassung zur Diskussion gestellt. Doch auch in dieser blieb er dabei: Für Schutzstreifen auf beiden Seiten der B 5 sei kein Platz, denn die Fahrbahn ist fast durchgängig nur 7,60 Meter breit.

Vorschläge des ADFC berücksichtigt

Diese „Kröte“ hat mittlerweile nicht nur die Lauenburger Politik geschluckt, sondern auch die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutsche Fahrradclub (ADFC). Allerdings erhoben die Interessenvertreter der Radfahrer den Zeigefinger über aus ihrer Sicht bestehende Schwächen des Juli-Entwurfs. So sollten Radfahrer, die aus Richtung Geesthacht kommen, bereits auf Höhe des Sportplatzes den rot markierten Streifen nutzen können. Der Entwurf sah bisher vor, dass dieser erst hinter der Fußgängerampel beginnt. Dieses Sicherheitsbedenken ist nun wie weitere Vorschläge des ADFC in die neue Fassung des Handlungskonzeptes eingeflossen.

Noch immer Fragen offen

„Das ist sehr erfreulich. Trotzdem gibt es nach wie vor Diskussionsbedarf zu einigen Punkten, die aus unserer Sicht zu wenig Berücksichtigung finden“, sagt ADFC-Sprecher André Peylo, der außerdem für die SPD im Ausschuss sitzt. So sei insbesondere die Situation für Radfahrer in östlicher Richtung nach wie vor unbefriedigend berücksichtigt. Peylo sieht in dem neuen Vorschlag dennoch einen Fortschritt gegenüber früheren Überlegungen. Allerdings blieben noch viele Fragen offen. Er rechnet nicht damit, dass das Konzept am Montag
verabschiedet wird. „Da müssen wir noch drüber reden“, sagt er.

Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29. Die Tagesordnung ist online auf der Stadtwebseite unter www.lauenburg.de abrufbar.