Mitgliedschaft

Lauenburg will Netzwerk für Hochwasserschutz beitreten

Bei Reinhard Nieberg (links) und Christian Asboe aus dem Bauamt laufen die Fäden der Projektsteuerung Hochwasserschutz zusammen.

Bei Reinhard Nieberg (links) und Christian Asboe aus dem Bauamt laufen die Fäden der Projektsteuerung Hochwasserschutz zusammen.

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Lauenburg. Die Stadt Lauenburg setzt auf Vernetzung in Sachen Hochwasserschutz und will dem bundesweiten Kompetenzentrum beitreten.

Lauenburg. Nach dem verheerenden Elbe-Hochwasser im Sommer 2013 ist für die meisten Betroffenen bisher viel zu wenig passiert. Schließlich wären die Lauenburger Altstadthäuser heute bei einer solchen Katastrophe genauso wenig geschützt wie vor sechs Jahren. Ein kompliziertes, europaweites Ausschreibungsverfahren ist einer der Gründe, die das Planungsverfahren verzögern.

Altstadt so wenig geschützt wie bei Elbe-Flut 2013

Unabhängig davon setzt die Stadt aber auch auf Zusammenarbeit mit bundesweiten Partnern für den Hochwasserschutz. Während der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Montag, 14. Oktober, soll die Mitgliedschaft im Hochwasserkompetenzzentrum beschlossen werden.

Erfahrungsaustausch in Sachen Hochwasserschutz

Das ist nicht der erste Zusammenschluss dieser Art, in dem sich die Stadt engagieren möchte. So ist Lauenburg seit 2008 Geschäftsstelle der kommunalen Hochwasserpartnerschaft Elbe. Im November 2013 einigten sich die Mitglieder auf ein Positionspapier mit eindeutigen Botschaften: Die Hochwasservorhersagen müssten verlässlicher werden. Zudem kritisierten die Kommunen die „unbotmäßig lange Verfahrensdauer“ bei der Umsetzung von Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes.

Die nun angestrebte Mitgliedschaft geht noch weiter. „Das Hochwasserkompetenzzentrum führt Wissenschaft und Praxis im Bereich des ganzheitlichen Hochwasserschutzes zusammen“, heißt es in der Beschlussvorlage. Der 2007 gegründete Verein verbindet unter anderem Forschungsinstitute, Firmen, Dienstleister, Versicherungen und Ministerien. Schwerpunkt sind nicht nur Hochwasserereignisse an Gewässern sondern zum Beispiel auch Folgen von immer häufiger auftretenden Starkregen.

Wissenschaft und Praxis unter einem Dach

Wenn die Politiker die Mitgliedschaft der Stadt befürworten, müssen dafür im Haushalt jährlich 800 Euro Mitgliedsbeitrag eingestellt werden. Diese Summe relativiert sich aber, weil damit unter anderem eine vergünstigte Teilnahme an Seminaren und Fortbildungen verbunden ist. Außerdem werden Veranstaltungen unterstützt und eine Expertendatenbank zur Verfügung gestellt.

Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29. Wie immer gibt es einen Sachstandsbericht zum Hochwasserschutz. Die komplette Tagesordnung der Sitzung ist online unter www.lauenburg.de abrufbar.