Havarie

10.000 Quadratmeter großer Ölteppich vor Lauenburg

Wieder Öl auf der Elbe bei Lauenburg. Vermutlich war ein Eisbrecher auf der  / Hitzler-Werft die Ursache

Wieder Öl auf der Elbe bei Lauenburg. Vermutlich war ein Eisbrecher auf der / Hitzler-Werft die Ursache

Foto: Timo Jann

Lauenburg. Wegen eines Ölalarms auf der Elbe vor Lauenburg musste die Schifffahrt auf dem Elbe-Lübeck-Kanal kurzfristig eingestellt werden.

Lauenburg. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern hat sich am Dienstagnachmittag ein schimmernder Ölteppich im Bereich des Lauenburger Hafens ausgebreitet. Gegen 16 Uhr rückte die Feuerwehr an, um mit Ölsperren einen Schaden für die Umwelt einzudämmen. Vermutlich, so eine erste Einschätzung von Feuerwehrchef Lars Heuer, stammt das Öl vom Eisbrecher „Büffel“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, der derzeit in der Hitzler-Werft liegt. Das Spezialschiff war in den vergangenen Monaten modernisiert worden.

Zahlreiche Notrufe gingen ein

Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, auch ein Mitarbeiter der Wasserbehörde des Kreises war vor Ort. „Es gab zahlreiche Notrufe von Auto­fahrern, die den Ölteppich von der Kanalbrücke aus entdeckt hatten“, erklärte Heuer. Nach einem Hinweis durch die Leitstelle schaute er sich die Lage vor Ort an und ließ dann wenig später Alarm für seine Kameraden auslösen. Heuer: „Es war eine so große Fläche, da mussten wir tätig werden.“

Vor zwei Wochen war ebenfalls Öl-Alarm im Hafen ausgelöst worden, doch damals war die Menge zu gering. Ein Eingreifen wurde für nicht nötig befunden.

Feuerwehr legt Ölsperre aus

Nun wurde vom Ölwehrboot aus für die weiteren Ermittlungen eine Probe entnommen, anschließen Ölsperren in Stellung gebracht. Der Ölteppich hatte sich zwischen der Hitzler-Werft an der Bahnhofstraße und der Südwerft zwischen beiden Ufern und auf einer Länge von etwa 250 Metern ausgebreitet. Die Schifffahrt auf dem Elbe-Lübeck-Kanal musste vorläufig eingestellt werden.

„Dieser Einsatz zeigt wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass wir hier die Ölwehr mit vernünftiger Technik stationiert haben“, sagte Lauenburgs Wehrführer. So konnte nach dem Alarm schnell Hilfe geleistet werden. Das wendige Ölwehrboot und das Feuerwehrboot „Elbe I“ waren auf dem Wasser im Einsatz, an Land bereiteten die Besatzungen von drei Fahrzeugen derweil die Ölsperren vor. Heuer: „Wir haben das auf dem Wasser treibende Öl so gut es geht eingekreist und den Eisbrecher mit einer Ölsperre gesichert.“ Der ausgelaufene Kraftstoff soll jetzt durch eine Fachfirma abgepumpt werden.