Stadtverwaltung

Haushaltslage der Stadt ermöglicht Personalzuwachs

Lauenburgs Kämmerer Thomas Burmester hat die Haushaltslage der Stadt im Blick.

Lauenburgs Kämmerer Thomas Burmester hat die Haushaltslage der Stadt im Blick.

Foto: Richel / BGZ

Lauenburg. Eine Untersuchung ergab, dass der Verwaltung vier Mitarbeiter fehlen. Die Verbesserung der Haushaltslage ermöglicht die Einstellung.

Lauenburg. Es klingt unglaublich: Gegenüber dem Vormonat hat die Stadt Lauenburg im Juli die Höhe der Kassenkredite von über neun Millionen Euro auf 5,5 Millionen Euro abbauen können. Dies sei ein historisch niedriger Stand, sagt Lauenburgs Kämmerer Thomas Burmester.

Höhe der Kassenkredite schwankt

Doch er dämpft die Euphorie: „Kassenkredite dienen dazu, die Liquidität der Stadt sicherzustellen. Die offenen Forderungen verändern sich ständig. So kommt beispielsweise die Zuwendung aus Gewerbesteuer nicht regelmäßig jeden Monat, sondern zu festgelegten Zahlungsterminen“, erklärt er. Zudem seien kürzlich Mittel aus der Wiederaufbauhilfe geflossen. So hat die Stadt unter anderem den durch das Hochwasser geschädigten Grillplatz am Kuhgrund und einige Straßenabschnitte erneuert und die Leistungen abgerechnet. Vorsichtig optimistisch ist der Kämmerer trotzdem, dass die Höhe der Kassenkredite in nächster Zeit noch weiter nach unten geht, denn es stünden noch Einnahmen aus Grundstücksverkäufen aus.

Aber auch insgesamt zeichnet sich für 2019 eine positive Tendenz ab. So hatte die Stadt einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,34 Millionen Euro gerechnet. „Wir gehen an den Haushaltsplan vorsichtig ran, das heißt, wir rechnen nur mit bekannten Ein- und Ausgaben“, erklärt der Kämmerer. Trotzdem deutet sich bereits an, dass der Jahresfehlbetrag mit 1,98 Millionen Euro leicht darunter liegen wird.

Stadt schreibt neue Stellen aus

Weil die Verwaltung die Einspar- oder Einnahmepotenziale der Stadt jederzeit im Auge hat, wirkt sich das jetzt positiv auf die Personalsituation aus. Schon vor Jahren bescheinigte eine externe Untersuchung, dass in der Lauenburger Verwaltung vier Vollzeitstellen fehlen. „Wir haben mehrere Stellen ausgeschrieben und teilweise bereits besetzt, weil das Aufgabenfeld innerhalb der Verwaltung weiter wächst“, sagt Burmester. So war die Stelle des zweiten Schulsozialarbeiters an der Albinus-Gemeinschaftsschule zwar beschlossen, aber im Haushalt mit einem Sperrvermerk belegt.

„Wir haben zum 1. September einen Sozialarbeiter eingestellt“, sagt Burmester. Im Stadtentwicklungsamt sind zwei Stellen ausgeschrieben: Zum einen soll Christian Asboe entlastet werden, damit er sich vorrangig um den Hochwasserschutz kümmern kann. Zum anderen ist Unterstützung für den Bereich Hochbau vorgesehen, um die geplanten Baumaßnahmen, unter anderem an den Schulen, besser koordinieren zu können.