Satzung

Lauenburgs Grüne wollen Schutz der Bäume regeln

Nicht nur die prächtigen Bäume im Fürstengarten sollen unter Schutz gestellt werden.

Nicht nur die prächtigen Bäume im Fürstengarten sollen unter Schutz gestellt werden.

Foto: Richel / BGZ

Lauenburg. Seit 2017 werden Lauenburgs Bäume in einem Kataster erfasst. Jetzt wollen die Grünen eine Baumschutzsatzung auf den Weg bringen.

Lauenburg.  Gleich vier Anträge der Grünen stehen auf der Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt und Energiewende, der am kommenden Montag tagt. Zum einen soll die Stadt eine Strategie zum Schutz des Trinkwassers entwickeln, zum anderen soll sich Lauenburg auch im nächsten Jahr am Stadtradeln beteiligen. Die Grünen wollen, dass die Stadt dem europäischen Klimabündnis beitritt.

Der vierte Antrag bezieht sich auf die Erarbeitung einer Baumschutzsatzung. In der Vergangenheit hatten die Grünen schon mehrere Anläufe unternommen, eine solche Satzung auf den Weg zu bringen. Immerhin wird seit 2017 an einem Baumkataster für die Stadt gearbeitet. Notwendig wurde diese Bestandsaufnahme wegen der Umstellung der Haushaltsführung auf Doppik. Auf dieser Grundlage muss das gesamte Vermögen der Stadt bewertet werden – auch die Bäume. Mittlerweile sind die meisten der rund 8000 Bäume der Stadt erfasst. Art, Größe, Zustand und notwendige Pflegemaßnahmen werden aufgelistet und alle Bäume regelmäßig kontrolliert.

Eine Baumschutzsatzung geht noch einen Schritt weiter. Sie kann von einer Gemeinde erlassen werden, um auch privaten Grundstückseigentümern vorzuschreiben, unter welchen Voraussetzungen sie Bäume auf ihrem Grundstück fällen dürfen. Damit soll vor allem der für das Stadtbild wichtige ausgewachsene Baumbestand geschützt werden.

Naturschutzgesetz des Landes regelt Baumfällungen

Ganz ohne Schutz sind die Bäume in Lauenburg ohne Satzung aber auch nicht. Das Landesnaturschutzgesetz regelt, dass Bäume, Knicks, Hecken, und sonstige Gehölze in der Zeit vom 1. März bis 30. September in der Regel nicht gefällt, gerodet, auf den Stock gesetzt oder auf sonstige Weise beseitigt werden dürfen. Und auch außerhalb dieser Zeit, kann das nach dem Landesnaturschutzgesetz verboten sein, wenn es sich hierbei um einen Eingriff in Natur und Landschaft handelt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der betreffende Baum als landschaftsbildprägend eingeschätzt werden kann.

Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29. Neben den Anträgen der Grünen wird ein Vorschlag der Wählergemeinschaft Unser Lauenburg beraten, bei dem es um die Parkgebühren für Gewerbetreibende in der Altstadt geht. Zu Beginn ist wie immer eine Einwohnerfragestunde vorgesehen.